Drogen, Straftaten, offener Haftbefehl: Zwei- und vierbeinige Polizisten bewiesen bei Autofahrer gute Nase

24. Januar 2019 um 09:06

Drogen, Straftaten, offener Haftbefehl: Zwei- und vierbeinige Polizisten bewiesen bei Autofahrer gute Nase

Bild: Polizei Frankfurt

Was fachbegrifflich mit kriminalistischem Spürsinn bezeichnet wird, kann man auch ein Bauchgefühl nennen, oder der Nase folgen. Alles Umschreibungen dafür, wenn wir Polizisten, gesegnet mit Berufserfahrung, der Meinung sind: Hier stimmt etwas nicht – ohne auch nur den leisesten Beweis zu haben.

Eine Ahnung eben, die oft ins Schwarze trifft und so hält der Duden als Erklärung für diesen Spürsinn folgendes fest: “feiner Instinkt, der jemanden Dinge ahnen, spüren, Situationen intuitiv richtig einschätzen lässt”.

So erging es auch den zwei- und vierbeinigen Kollegen der Polizei Frankfurt (Hessen) und so konnten sie den Einsatz mit vollem Erfolg abschließend. Der Erfolg stellte sich in mehrfacher Hinsicht ein, doch das wollen wir der Reihe nach berichten.

Eine Streife kontrollierte am vergangenen Dienstagabend, gegen 19:25 Uhr ein Auto mit französischen Kennzeichen. Alles wäre auf eine ganz normale Verkehrskontrolle hinaus gelaufen, wäre den Beamten nicht der süßliche Duft von Cannabis in die Nase gestiegen.

“Ok, bitte aussteigen”, hieß es dann für den Autofahrer, der anschließend einer Durchsuchung des Fahrzeug beiwohnen durfte, bei der die Polizisten 100 Gramm Haschisch fanden. Doch das war noch lange nicht alles.

Das Auto war nicht versichert und da die Beamten gerade dabei waren, checkten sie auch den Fahrer selbst. Und siehe da. Er hatte weder einen gültigen Führerschein, noch einen notwendigen Aufenthaltstitel. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wurde der 22-jährige Fahrer auch noch per Haftbefehl gesucht.

Nicht nur der Fahrer, auch das von ihm gesteuerte Fahrzeug wurden eingezogen; letzteres, um die fraglich erscheinenden Eigentumsverhältnisse klären zu können. Der Autofahrer wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Getreu dem Motto: Wo etwas zu finden ist, da ist auch noch mehr, ließen die Polizisten ihren vierbeinigen Kollegen Enox noch etwas Schnüffeln. Seine fachkundige Meinung war, dass in dem Auto noch mehr Drogen versteckt waren und die zweibeinigen Kollegen beförderten weitere 1.000 Gramm Haschisch zu Tage, die im Anschluss in der Asservatenkammer landeten.

Es gibt Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die anderen. Aus Sicht des Autofahrers war das wohl einer dieser Tage.

Gut gemacht von allen beteiligten Kollegen, ob auf zwei oder vier Beinen!