“Man sieht sich immer zweimal”: Autofahrer rammt bei Verfolgungsfahrt mehrfach Streifenwagen – Drei Tage später kann er gefasst werden

28. Januar 2019 um 18:33 Uhr

"Man sieht sich immer zweimal": Autofahrer rammt bei Verfolgungsfahrt mehrfach Streifenwagen - Drei Tage später kann er gefasst werden

Bild: Bundespolizei Mitteldeutschland via Twitter

Der Ausspruch “man sieht sich immer zweimal” ist bei uns Polizisten eine geflügelte Redewendung und in diesem Sinne “arbeitet” die Zeit oft für uns, wenn wir auf der Suche nach jemandem sind – oft mit Erfolg.

Vergangene Woche Mittwoch wollte eine Streife der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz der Bundespolizei Ebersbach ein Auto mit polnischen Kennzeichen kontrollieren. Hierzu schaltete sie den Schriftzug “Stop Polizei” ein.

Als der Autofahrer dies sah, gab er ordentlich Gas und fuhr, wie es im Polizeibericht heißt, “in Wild West Manier kreuz und quer durch Zittau in Richtung Polen”. Mehrfach versuchten die Polizisten diese gefährlich Fahrt zu stoppen, doch der Fahrer gab immer wieder Gas und rammte auch mehrfach den Streifenwagen.

In der Ortslage Sieniawka (Polen) blieb der Autofahrer mit seinem VW liegen, durch das Rammen konnte das Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden. Die Besatzung flüchtete nun zu Fuß und die Beamten konnten noch zwei Männer weglaufen sehen. Im Schutze der Nacht gelang ihnen die Flucht.

Wie sich heraus stellte, gehörten die angebrachten Kennzeichen nicht zu diesem VW, sondern zu einem Opel. Das Fahrzeug wurde vor Ort den Kollegen von der polnischen Polizei übergeben.

Am vergangenen Samstag sahen die Polizisten einen der beiden Geflüchteten durch Zittau laufen und sie schritten sofort zur Festnahme. Der 22-jährige Pole wurde den Kollegen vom Polizeirevier Zittau überstellt.

Ermittelt wird nun wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort sowie Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.