Mit Laser Polizeihubschrauberbesatzung gefährdet: Sicherstellung und Feststellung des Beschuldigten

29. Januar 2019 um 16:09

Mit Laser Polizeihubschrauberbesatzung gefährdet: Sicherstellung und Feststellung des Beschuldigten

Bild: Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis

Die Lasertechnik ist aus unserem Alltag nicht mehr hinweg zu denken und was geschieht, wenn eine Technologie alltäglich geworden ist, kann man immer wieder in Einsätzen erleben.

Besonders gefährlich wird es allerdings, wenn unsere Kollegen in den Cockpits der Polizeihubschrauber geblendet werden. Die Angriffe mittels Laserpointer auf Luftfahrzeuge sind mittlerweile ein ernst zu nehmendes Problem. Während es 2008 in Deutschland nur einen Fall gab, hatten sich die Vorfälle vier Jahre später mit 464 gemeldeten Fällen vervielfacht.

Zum Glück kam es bei dem Hubschraubereinsatz in der vergangenen Woche in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) nicht soweit, aber viel hätte nicht mehr gefehlt. Der Laser kann das Auge schädigen, denn bis der Lidschlussreflex das Auge schützen kann, können schon irreparable Schäden entstanden sein.

Die Besatzung von Hummel, das ist der Funkrufname des Polizeihubschraubers in NRW, war auf der Suche nach einem vermissten Senior, als sie bemerkten, dass jemand einen Laser auf den Hubschrauber gerichtet hatte. Zum Glück kam es nicht zur Blendung, so dass der Einsatz gefahrlos abgeschlossen werden konnte.

Die Wohnung innerhalb der Wohnanlage, von wo die Blendung erfolgte, konnte jedoch aus der Luft sehr genau bestimmt werden und so übernahmen die Kollegen am Boden die weiteren Ermittlungen.

Nur wenige Tage später konnten Polizisten den Inhaber der Wohnung zu Hause antreffen und den Laserpointer (siehe Bild) sicherstellen. Der Mann war geständig und erklärte den Beamten, dass er den Pointer auf einem Nachtsichtgerät mit Klebeband befestigt hatte.

Gegen ihn wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt.