32. August: Wie das Datum eine Führerscheinfälschung offensichtlicher als offensichtlich machte

8. März 2019 um 11:40 Uhr

32. August: Wie das Datum eine Führerscheinfälschung offensichtlicher als offensichtlich machte

Bild: Polizei Dortmund

Besonders clever war ein Autofahrer in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) nicht, oder er war der Meinung, dass die Beamten, die ihn kontrollieren würden, die Fälschung nicht erkennen würden. Für uns der Polizeibericht im Original, der dem Autofahrer neben Führerschein (-fälschung) auch das Auto kostete:

Haben Sie schon einmal von diesem Monat mit 32 Tagen gehört? Dem August? Nicht? Wir auch nicht. Und deshalb wurden Beamte der Polizei Dortmund auch etwas misstrauisch, als ihnen bei einer Verkehrskontrolle ein Führerschein unter die Nase kam, auf dem ein ungewöhnliches Datum zu lesen war…

Von morgens bis zum späten Nachmittag waren Beamtinnen und Beamte am Mittwoch (6. März) eigentlich im Dortmunder und Lüner Stadtgebiet unterwegs, um Temposündern auf die Spur zu kommen. An der Kurler Straße in Dortmund trafen sie gegen 14.50 Uhr an der Kontrollstelle jedoch auf einen Autofahrer, der noch ganz andere Dinge auf dem Kerbholz hatte.

Ein 56-jähriger Essener zeigte den Einsatzkräften einen polnischen Führerschein. So weit, so gut. Bereits leichte Unschärfen im Druck ließen die Beamten jedoch genauer hinschauen – und nicht schlecht staunen. Denn auf der Rückseite des Dokuments entdeckten sie das Datum 32.08.17″ (siehe Foto).

Weil dieses Datum ihres Wissens auch im polnischen Kalender nicht existiert, recherchierten die Beamten weiter. Und fanden zusätzlich heraus, dass das Fahrzeug nicht auf den 56-Jährigen zugelassen und eigentlich seit mehreren Monaten stillgelegt ist. Die Eigentumsverhältnisse des Autos – ungeklärt.

Sowohl der genial gefälschte Führerschein als auch das Fahrzeug wurden sichergestellt. Den Essener erwarten jetzt Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung.