Berauschte Familie mit Kleinkind: Polizisten müssen Elterntaxi ersetzen

28. März 2019 um 11:44 Uhr

Berauschte Familie mit Kleinkind: Polizisten müssen Elterntaxi ersetzenWas gestern Nachmittag mit einer allgemeinen Verkehrskontrolle begann, endete in einem Desaster und wird fortan nicht nur die Polizei beschäftigen. Ein Offenbarungseid familiärer Verhältnisse, bei denen man nur froh sein kann, dass die Kollegen das Ganze – wenn auch zufällig – aufdecken konnten.

Eine Streife der Polizei Bitburg (Rheinland-Pfalz) war gerade in der Südeifel unterwegs, als sich die Beamten dazu entschlossen, einen Pkw und dessen Fahrer einer allgemeinen Verkehrskontrolle zu unterziehen. Die Tatsache, dass der Polizeibericht keine Gründe für die Kontrolle nennt, spricht im folgenden für sich.

Es stellte sich heraus, dass der 24-jährige Wagenlenker stark unter Drogeneinfluss stand. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der Fahrer wurde zur Blutentnahme gebeten.

Allerdings gab es ein “kleines Problem”, was die Drogenfahrt noch verwerflicher macht: Im Fahrzeug befand sich noch ein dreijähriges Mädchen. Das Kleinkind gehörte eindeutig in die Hände der Eltern, verbunden mit einer eindeutigen Ansage, und nicht auf eine Polizeiwache.

Doch niemand konnte oder wollte das Mädchen an der Kontrollstelle abholen, so dass die Polizisten sich erst einmal entschlossen, das Mädchen doch mit auf die Wache zu nehmen. Im Auto konnte man es schließlich nicht alleine zurück lassen.

Während dem Drogenfahrer das Blut entnommen wurde, konnte die Mutter erreicht werden, die sich auf den Weg zur Wache machte um ihre Tochter abzuholen. Als die Mutter bei der Polizei eingetroffen war, stellten die Polizisten fest, dass sie – man kann nur die Hände über dem Kopf zusammen schlagen – ebenfalls unter Drogeneinfluss stand und auf diese Weise ebenfalls mit dem Pkw unterwegs war.

Also wurde auch die Mutter zur Blutentnahme gebeten. Für beide Fahrer hieß es nicht nur Blut lassen, sondern die Führerscheine wurden erst einmal einkassiert, Mitteilungen an die Führerscheinstelle inklusive. Die Erstattung entsprechender Anzeige muss da nicht extra erwähnt werden.

Und weil dieser Vorfall besondere familiäre Verhältnisse offen legte, geht auch ein Bericht an das Jugendamt, welches telefonisch vorab bereits während der Blutentnahmen verständigt wurde. Diese Eltern können nicht nur für sich eine Gefahr darstellen, sondern ganz besonders für ihr Kind.

Nun war die Familie auf der Polizeiwache gestrandet und es gab niemanden, der sie dort abholen konnte. Also ersetzen die Polizisten, nach getaner Arbeit, auch noch das Elterntaxi und fuhren Kind und Kegel nach Hause.

Nur stand das Fahrzeug der Mutter noch auf dem Polizeiparkplatz. Gestern Abend erschien ein Angehöriger der Mutter auf der Wache, um besagtes Fahrzeug abzuholen. Zum Glück war der Fahrzeugschlüssel sichergestellt worden, so dass der Angehörige die Wache betreten und mit den Polizisten reden musste.

Denn hierbei bemerkten sie, dass der Mann erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Zwar war er nicht mit dem Auto zur Wache gefahren, aber die Fahrt mit dem Fahrzeug der Mutter nach Hause konnten die Polizisten so nicht zulassen und behielten Schlüssel und Fahrzeug erst einmal ein.

Geschichten die das Leben schreibt, du ahnst es nicht…