Die positive Geschichte von Valerija: Mein lustiges Urlaubserlebnis mit der Polizei in Kroatien

24. März 2019 um 19:05 Uhr

Die positive Geschichte von Valerija: Mein lustiges Urlaubserlebnis mit der Polizei in KroatienMutter hat immer Recht

“Huhu ihr lieben Menschen,

ihr fragtet nach einer lustigen Geschichte, nun hier ist sie:

Vor drei Jahren war ich im Urlaub in Kroatien. Ich muss dazu sagen, daß ich selbst Kroatin bin und in unserem kleinen Kuhdorf bei meinen Eltern war. Es war mein letzter Urlaubstag und nach einem Konzertbesuch ein paar Tage vorher, hatte ich die CD jener Band im Auto laufen und habe natürlich laut mitgesungen.

Die Sonne schien, alles war entspannt, kaum Verkehr und dann blitzte es am helllichten Tag und ein Verkehrspolizist sprang erschrocken mit seiner Kelle in der Hand auf die Straße. Ich wurde geblitzt. Das erste Mal in meiner Heimat.

Es folgte das Übliche, Papiere, Fahrzeugschein, Führerschein etc. Dann fragte er mich, ob ich denn wisse, wie viel ich hier fahren darf. “Klar”, sag ich, “50”. Er sagte ich sei deutlich zu schnell gewesen und da ich mit ausländischen Kennzeichen unterwegs war, müsse ich die Strafe vor Ort zahlen.

Jetzt war es aber so, daß ich mein Geld zu Hause, also bei Mutti hatte und ihn fragte, wie wir das jetzt regeln. Er sagte, in Rovišće, wo ich ja herkomme, gäbe es eine Bank. Sag ich, das weiß ich. Also behielt er meine Dokumente ein und wies mich an, ihm mit Warnblinkanlage zu folgen.

Er fuhr vor. Mit Blaulicht und Warnblinker. Und ich dachte nur, 38 Jahre war ich nicht Gesprächsthema im Dorf und dann sowas. Vor der Bank angekommen, rief ich meine Mutter an und bat sie, mir 250 Euro aus meiner Tasche zu bringen.

Nachdem sie mich fünfmal fragte, wofür und ich sie beim sechsten Mal anbrüllte, daß sie mir doch einfach dieses verdammte Geld bringen soll, kam sie meiner Bitte nach. Da kam dann die Mama um die Ecke und brüllte über die ganze Straße “Was hast du denn jetzt schon wieder angestellt?”.

Und prompt waren sämtliche Köpfe aus den Fenstern draußen. Ich sagte, daß ich ein bisschen zu schnell war und verschwand in der Bank. Wieder draußen, sah ich, daß der arme Kerl von Beamte versuchte, meine Mutter zu beschwichtigen, daß es nicht so schlimm aussieht, schließlich hätte er mich ja nicht verletzt aus dem Graben gezogen.

Falsche Antwort. Ganz falsche Antwort. Als ich dann mit ihm im Streifenwagen saß und er mir die Quittung ausstellte, sagte er, daß es ihm leid tut, daß er mich so in Schwierigkeiten gebracht hätte, aber er hätte ein bisschen Angst vor meiner Mutter.

Ich sagte zu ihm, die ist harmlos, außer sie hatte noch keinen Kaffee und keine Zigarette. Da fragte er mich, ob sie auf Entzug sei. Das Ende der Geschichte ist, daß mich die Geschwindigkeitsüberschreitung 250 Euro gekostet hat und ich mir heute noch anhören darf:

‘Denk an die Geschwindigkeit!’

LG Valerija”

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