Per Anhalter zur Blutentnahme: Betrunkener Unfallflüchtiger möchte nach Verfolgungsfahrt von Zivilstreife mitgenommen werden

4. März 2019 um 12:09 Uhr

Per Anhalter zur Blutentnahme: Betrunkener Unfallflüchtiger möchte nach Verfolgungsfahrt von Zivilstreife mitgenommen werdenDumm gefahren, dumm gelaufen und dann auch noch eine Zivilstreife per Anhalter angesprochen. Das alles wurde einem Autofahrer zum Verhängnis, was ihn sein Fahrzeug, den Führerschein und etwas Blut kostete – und später noch mehr kosten wird.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wollte eine Streife der Polizei Zell an der Mosel (Rheinland-Pfalz) kurz nach Mitternacht einen Autofahrer kontrollieren. Doch der hatte so überhaupt keine Lust auf die üblichen Fragen wie “Wissen sie warum wir sie angehalten haben?” oder “Haben sie etwas getrunken?” und trat aufs Gaspedal.

Mit hoher Geschwindigkeit flüchtete der Autofahrer durch enge Gassen und es kam, wie es kommen musste. Der Autofahrer krachte seitlich in eine Hauswand. Doch das war noch nicht das Ende der Verfolgungsfahrt.

Mit geschätzten 200 km/h setzte der Mann mit seinem PS-starken Boliden die Flucht über eine Bundestraße fort, die Streife hatte keine Chance und musste die Verfolgung abbrechen. Mit Unterstützung der benachbarten Dienststelle und einem Polizeihubschrauber wurde die Fahndung eingeleitet.

Der beschädigte Sportwagen konnte dann auch schnell eine Moselschleife weiter in einer Ortschaft verlassen aufgefunden werden. Also suchte man mit starken Kräften weiter nach dem Autofahrer. Und hier kommt jetzt irgendwie das Karma ins Spiel.

Schon gegen 00:35 Uhr war der Fall gelöst. Der flüchtige Autofahrer sprach mit zerrissener Hose eine Autofahrerin an, ob er sie in den nächsten Ort mitnehmen könne. Und ob sie das konnte, denn es handelte sich um eine Diensthundeführerin der Polizei, die zivil unterwegs war.

“Dem stark alkoholisierten Moselaner konnte sofort geholfen werden!”, heißt es dazu im Polizeibericht, und weiter: “Fahrzeug und Führerschein sind sichergestellt, Blutprobe entnommen, ein Strafverfahren ist eingeleitet.”