Zu eng, zu klein, zu wenig Platz: Polizei Nordrhein-Westfalen steigt von BMW auf Ford um

18. März 2019 um 11:51 Uhr

2015 war die Landespolizei Nordrhein-Westfalen bei den Streifenwagen von VW auf BMW der 3er Serie umgestiegen, doch schnell zeigte sich, dass diese Fahrzeuge für den Streifendienst untauglich sind. Darüber berichteten wir mehrfach.

Im vergangenen Jahr entschloss sich das Innenministerium, Streifenfahrzeuge verschiedener Hersteller durch diejenigen testen zu lassen, die tagtäglich damit arbeiten müssen. Nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein.

Wie es heißt, werde der zukünftige Streifenwagen der Ford S-Max sein, der sich insgesamt gegen den Opel Zafira und den VW Touran durchgesetzt habe. Der S-Max biete als Familienkutsche genügend Platz für alle Ausrüstungsgegenstände, die heutzutage mitgeführt werden müssten und dazu zähle auch die Antiterrorausrüstung.

Zudem könnten in dem neuen Wagen zwei Polizisten, ein Praktikant und ein Festgenommener genügend Platz finden, ohne dass die zulässige Gesamtmasse überschritten werde. Auch die Motorisierung sei stark genug, denn geordert würde der 2.0 Eco-Blue-Dieselmotor mit 190 PS und Automatikgetriebe.

In der fertigen Polizeiaustattung koste der S-Max gut 51.000 Euro und werde nicht mehr, wie die BMW, geleast. Die Serienfahrzeuge würden von einer Firma mit den polizeinotwendigen Dingen ausgestattet, wie Funkanlage, Blaulicht und Martinshorn, Folienbeklebung und Videoanlage mit Aufzeichnung nach vorne und hinten.

Im Sommer rechne man damit, dass die ersten S-Max in Dienst gestellt werden. Insgesamt 2.150 neue Polizeifahrzeuge sollen angeschafft werden.

Wir sind auf die Rückmeldungen zu den neuen Ford-Streifenwagen gespannt, wenn sie mal in der Breite verfügbar sind. Gut ist zumindest, dass die Kollegen in der Testphase beteiligt wurden.