Ekel und Ansteckungsgefahr: Polizisten werden immer öfter angespuckt

9. April 2019 um 17:00

Ekel und Ansteckungsgefahr: Polizisten werden immer öfter angespucktEs ist ehrverletzend, wenn man beleidigt wird. Es tut weh, wenn man tätlich angegriffen wird. Doch beim Angespuckwerden kommen Ekelgefühl und Ansteckungsgefahr hinzu. Doch Polizisten werden immer öfter im Einsatz angespuckt.

Dies belegen Zahlen, die das Innenministerium Baden-Württemberg nun veröffentlicht hat. Dort werden diese Fälle des angespuckt werdens, im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern, statistisch erfasst. Und die Zahlen steigen seit Jahren.

Demnach wurden im Jahr 2018 604 Polizisten Opfer einer Spuckattacke, nach 493 Fällen in 2017 und 263 in 2016. Die Fälle würden konsequent zur Anzeige gebracht. Zum Schutz der Beamten wird Innenminister Thomas Strobl morgen im Polizeipräsidium Heilbronn die ersten Spuckschutzhauben übergeben, wie sie bereits in anderen Bundesländern (z.B. Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Rheinland-Pfalz) eingesetzt werden.