Hahn im Korb: Blinder Gockel zu Gast im Landeskriminalamt Bayern

6. April 2019 um 12:34 Uhr

Hahn im Korb: Blinder Gockel zu Gast im Landeskriminalamt Bayern

Bild: Bayer. Landeskriminalamt

Dass wir Polizisten eine Schwäche für die Schwachen haben, ist nicht nur ein Gerücht. Wir helfen gerne und gerade die Schwächsten brauchen manchmal ganz besonders unsere Hilfe. So kommt es auch vor, dass ein blinder Hahn im Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) zu Gast ist.

Jürgen Drosten arbeitet in der Personalverwaltung des LKA. Doch nebenbei haben in seinem privaten Garten auch fünf Hühnern, drei Enten und ein Hase ein Zuhause. Zudem auch Maxl. Maxl ist ein stattlicher Hahn, dem man nicht ansieht, dass er nichts sehen kann.

Maxl wurde von Jürgen Drosten und seinem Ehemann aus einem Ei heraus aufgezogen. Als sie bemerkten, dass der Gockel sich stets an einer Wand entlang bewegte, war klar, dass etwas nicht stimmte. Maxl ist blind, er kann nichts sehen und braucht deswegen besondere Aufmerksamkeit.

Das ist normaler Weise auch kein Problem, arbeitet Jürgens Ehepartner meist von zu Hause aus. Auch die Nachbarin schaut hin und wieder nach den Tieren, doch nicht immer ist das möglich.

Ende März war Maxl das erste Mal in LKA, freilich nicht ohne Zustimmung des Chefs und der Mitarbeiter. “Am liebsten sitzt er auf dem Schoß und bewegt sich nicht. Er braucht eine sichere Umgebung. Nur wenn ich das Büro verlasse, fängt er an zu krähen”, erzählt Drosten.

Das Krähen kann man dann gleich über mehrere Etagen hören. Aber das ist kein Problem. Maxl ist der Star und jeder möchte ihn sehen oder anfassen. Er ist der Hahn im Korb, nicht nur zu Hause.