Infektionsgefahr: Polizisten mit Heroinspritze bedroht

20. April 2019 um 11:23 Uhr

Infektionsgefahr: Polizisten mit Heroinspritze bedrohtMit der Gefahr einer möglichen Infektion muss ein Polizist in Nürnberg in den nächsten Wochen fertig werden, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt. Er wurde mit einer Heroinspritze bedroht und mit einem Heroin-Blutgemisch bespritzt.

Eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte (Bayern) stellte am Hauptbahnhof eine verschlossene Toilette in der Königstorpassage fest, wobei sie auch ein zurecht gelegtes Spritzbesteck bemerkte. Also öffneten sie die Toilette und fanden eine 19-Jährige vor, die sich gerade einen Schuss Heroin setzen wollte.

Die junge Frau bedrohte die Polizisten mit der Spritze und drohte damit zustechen zu wollen. Die Polizisten brachten ihre Dienstwaffen in Anschlag und forderten die Frau auf die Spritze abzulegen.

Doch anstatt der Aufforderung nachzukommen entleerte die 19-Jährige den Inhalt der Spritze, einem Heroin-Blutgemisch, in das Gesicht des Polizisten und warf die Spritze auf dessen Streifenpartnerin. Dennoch konnte die Frau überwältigt und festgenommen werden.

Gegen sie wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und eines Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag. Der Polizist, der den Inhalt der Spritze ins Gesicht bekommen hatte, wurde medizinisch untersucht und betreut.

Wir hoffen für den Kollegen, dass es nicht zu einer Infektion gekommen ist!