Polizeikatze Dreißig: Katzendame fand vor über zehn Jahren neues Zuhause auf Polizeidienststelle

17. April 2019 um 18:34 Uhr

Polizeikatze Dreißig: Katzendame fand vor über zehn Jahren neues Zuhause auf PolizeidienststelleEs ist nun über zehn Jahre her, als die damals dreijährige Katzendame auf dem Gelände der Polizeiinspektion 3 in Mainz (Rheinland-Pfalz) herum streunerte. Den Polizisten war schnell klar, dass die Samtpfote irgendwo ausgebüchst sein musste und sie nahmen die Ermittlungen auf.

Doch weder in der Nachbarschaft, noch durch Aushangzettel oder durch Nachfrage beim Tierheim konnte der eigentliche Besitzer ermittelt werden. Und weil sich die Katze auf der Dienststelle wohl zu fühlen schien, wurde sie kurzerhand von den Polizisten adoptiert.

Dreißig heißt die Katzendame, was sich vom Funkrufnamen der Wache ableitet. Im Eingangsbereich zur Wache zimmerten die Beamten eine kleine Polizeikatzenaußenstation, wo sie sich vor Wind und Wetter geschützt zurück ziehen kann. Und wenn es mal zu kalt sein sollte, darf sie sich im Wartebereich der Wache in einen Korb legen und die Streicheleinheiten genießen.

Doch so eine Katze lebt nicht von Luft und Streicheleinheiten alleine. Für das Futter wurde eine Katzenkasse eingerichtet. Nicht nur Dreißig musste sich auf das neue Umfeld einstellen, auch die Polizisten mussten auf die neue Teamkollegin Rücksicht nehmen.

Denn Katzen mögen es warm und behaglich und so legte sich Dreißig gerne auf die warme Motorhaube der abgestellten Polizeifahrzeuge. Vor Antritt einer Einsatzfahrt mussten die Polizisten also erst einmal prüfen, ob sich die Polizeikatze nicht auf der Motorhaube oder unter dem Fahrzeug befand. Aber auch daran gewöhnte man sich schnell.

Dreißig ist nun in die Jahre gekommen, mit über 13 Jahren hat sie die üblichen Alterswehwehchen. Tierarztbesuche sind notwendig geworden und die Polizeikatze bekommt täglich ihre Tablette. Weil das mit der Katzenkasse nicht mehr zu finanzieren war, riefen die Polizisten kürzlich zu einer Onlinespendenaktion auf, zu der immerhin 1.300 Euro zusammen kamen.

Dies sichert nun der Katzendame die notwendigen Behandlungen, so dass sie noch hoffentlich einige gesunde Jahre auf der Polizeiwache verbringen kann. An eines konnte sie sich allerdings in all den Jahren als Polizeikatze nicht gewöhnen: Das Martinshorn. Wenn die Polizisten ihre Einsatzfahrt antreten, sucht Dreißig erst einmal das Weite.

Ob die Besucher der Wache, die sich manchmal in einer emotionalen Ausnahmesituation befinden, durch die Anwesenheit von Dreißig beruhigten, ist nicht bekannt.