Widerstand geleistet: Polizisten vollstrecken Haftbefehl unterm Bett

16. April 2019 um 11:53 Uhr

Widerstand geleistet: Polizisten vollstrecken Haftbefehl unterm BettWenn wir Polizisten jemanden suchen, dann begegnen uns immer wieder die interessantesten Versuche, sich der Festnahme zu entziehen. Ob der Sprung aus dem Fenster, das Verstecken in einem Schrank oder im Keller. Kein Versteck kann gut genug gewählt sein. Das musste auch der Mann im folgenden Fall feststellen.

Am vergangenen Wochenende suchten Polizisten in Hagen (Nordrhein-Westfalen) gegen 21:30 Uhr eine Wohnung auf. Darin sollte sich ein Mann befinden, der wegen eines Haftbefehls gesucht wurde.

Als die Beamten geklingelt hatten und von einer Frau die Tür geöffnet wurde, konnten die Polizisten noch sehen, wie der Gesuchte unter dem Bett verschwand. Wenn es sich nicht um Harry Potter handelte, war ein entrinnen nun nicht mehr möglich. Vermutlich sah der Mann das aber anders.

Die Polizisten gesellten sich zu dem vermeintlich verschwundenen und erklärten das Versteckspiel für beendet. Doch das passte dem 44-Jährigen überhaupt nicht in sein Konzept. Zwar kam eine Flucht nun nicht mehr in Frage, doch “Angriff ist die beste Verteidigung” hieß nun sein Motto.

Er beleidigte die Polizisten und drohte ihnen auch an, sie mit Kopfstößen verletzen zu wollen. Doch das alles half nichts. Die Beamten nahmen ihn fest und verbrachten ihn in den Polizeigewahrsam.

Dort angekommen holte er tatsächlich zu einem solchen Kopfstoß aus, doch der Versuch konnte im Keim erstickt werden. Verletzt wurde niemand. Bevor es für den alkoholisierten 44-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt ging, durfte er den Rest der Nacht in einer fachmännisch gefliesten Beobachtungszelle der Polizei verbringen.