Widerstand und Beleidigung: Aus Hilfseinsatz wird Festnahme

15. April 2019 um 12:26 Uhr

Widerstand und Beleidigung: Aus Hilfseinsatz wird Festnahme

Bild und Text: Polizei Germersheim

Erpel-Einsatz[/caption]Den folgende Polizeibericht der Kollegen aus Germersheim (Rheinland-Pfalz) möchten wir gerne im Original weiterreichen, zeigt er doch eindrücklich, wie schnell ein Hilfseinsatz eskalieren kann:

Am frühen Freitagmorgen um 07:00 Uhr meldete ein besorgter Autofahrer eine am Boden festgefrorene Ente bei der Polizei in Germersheim. Besagte Ente, genauer gesagt handelte es sich um einen stattlichen Erpel, konnte tatsächlich neben der Joseph-Probst-Straße im Gras sitzend vorgefunden werden.

Zwar war “Donald”, wie ihn die Kollegen vor Ort kurzerhand tauften, nicht wirklich festgefroren, aber anscheinend verletzt. Da Donald außerdem jeglichen Fluchtinstinkt vermissen ließ, wurde eine Mitarbeiterin der Tierauffangstation Lustadt hinzugezogen.

Die “Festnahme” gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, da sich das kleine Kerlchen – vermeintlich spontan genesen – so gar nicht einfangen lassen wollte und vehement “Widerstand” leistete. Hierbei gab Donald auch wiederholt unflätiges Schnattern in Richtung der Beamten von sich.

Mit gemeinsamen Kräften gelang die Ingewahrsamnahme schließlich doch und das Federvieh konnte genauer betrachtet werden. Einer ersten Einschätzung zufolge hatte sich der Erpel zuvor wohl ein wenig verflogen und war dabei mit einem Hindernis zusammengestoßen. Auf den Schreck legte er erstmal eine Verschnaufpause im Gras ein.

Zur Sicherheit darf Donald die nächste Zeit nun unter Aufsicht im Warmen verbringen, bevor er wieder in die Freiheit entlassen wird. Die Kollegen verzichteten übrigens auf eine strafrechtliche Verfolgung der in Frage stehenden Delikte. Ente gut…