“Los erschieß mich”: Polizisten mit gespannter Armbrust bedroht – Waffenarsenal sichergestellt

14. Mai 2019 um 12:05 Uhr

"Los erschieß mich": Polizisten mit gespannter Armbrust bedroht - Waffenarsenal sichergestelltAm vergangenen Wochenende hätte ein Hilfseinsatz in Mühlheim (Nordrhein-Westfalen) um ein Haar in einem Schusswaffengebrauch geendet. Es gab offenbar nur deshalb keine Verletzten bei diesem Einsatz, weil die Polizisten die Nerven behielten.

Nach einem Streit und einer Bedrohung befanden sich eine Frau und ihr 23-jähriger Sohn in einem Krankenhaus. Doch obwohl der junge Mann noch medizinisch hätte versorgt werden müssen hatte er das Krankenhaus verlassen.

Die Mutter alarmierte die Polizei und die Streife fuhr mit ihr zur Wohnanschrift, wo der Sohn vermutet wurde. Tatsächlich konnten sie den 23-Jährigen dort antreffen und sofort schrie dieser seine Mutter an, dass sie ihn in Ruhe lassen und verschwinden solle.

Erst dann erkannte er, dass seine Mutter in polizeilicher Begleitung war und richtete sogleich eine gespannte Armbrust auf die beiden Polizisten. Einer der Polizisten zog sogleich seine Dienstwaffe und forderte den Mann auf, die Armbrust abzulegen.

Das tat dieser jedoch nicht, sondern erwiderte: “Erschieß mich doch. Los erschieß mich.” Es benötigte einige Überredungskunst bis der Mann der Aufforderung nachkam und die Armbrust ablegte. Der 23-Jährige konnte im Anschluss gefesselt werden.

Als sich die Polizisten dann im Zimmer des jungen Mannes umsahen, offenbarte sich ein regelrechtes Waffenarsenal, welches an den Wänden hing oder griffbereit im Raum verteilt lag. Darunter befanden sich Macheten, Schwerter, Beile, Messer, Schlagstöcke, Softair-Waffen, weitere Armbrüste, Pfefferspray und Steinschleudern. Man beachte jeweils den Plural.

Die Waffen wurden sichergestellt und auch die Drogen, die hierbei noch aufgefunden wurden, kamen in amtliche Verwahrung. Nachdem dem 23-Jährigen eine Blutprobe entnommen worden war wurde er in eine Klinik gebracht. Der Polizeibericht endet mit der Feststellung:

“Nur dem professionellen und umsichtigen Verhalten der Beamten ist es zu verdanken, dass bei diesem Einsatz weder der Täter noch die Polizisten verletzt wurden.”