Massiver Widerstand: Messerangreifer verletzt Polizistin im Gesicht und muss später reanimiert werden

3. Mai 2019 um 12:09 Uhr

Massiver Widerstand: Messerangreifer verletzt Polizistin im Gesicht und muss später reanimiert werdenBereits am späten Montagnachmittag wurden mehrere Polizisten in Hamburgs Stadtteil Rotherbaum verletzt, als sie es mit einem psychisch auffälligen Mann zu tun hatten. Es kam zu massiven Widerstandshandlungen, wonach der Angreifer später reanimiert werden musste. Ein schwieriger Einsatz.

Wie berichtet wird, wurde das Polizeikommissariat 17 vom Onkel des Angreifers alarmiert. Der 27-jährige Neffe sei in seiner Werkstatt aufgetaucht und habe einen Mitarbeiter mit Fäusten traktiert. Der Onkel verbrachte seinen Neffen dann in ein Büro, von wo aus er die Polizei verständigte.

Als die Polizisten das Büro betraten, griff der Neffe die Beamten mit einem nicht sichtbar getragenen Messer unvermittelt an. Der Angreifer konnte mit Hilfe seines Onkels zwar entwaffnet werden, doch wegen seines massiven Widerstands durch Treten und Schlagen konnte er nicht fixiert werden. Zudem waren beide Polizisten nicht unerheblich verletzt.

Nachdem Unterstützungskräfte eingetroffen waren konnte der 27-Jährige festgenommen und zur Wache verbracht werden. Dort bescheinigte ein hinzu gerufener Arzt die Gewahrsamsfähigkeit und empfahl die weitere Fixierung. Es war beabsichtigt den Angreifer dem Haftrichter vorzuführen.

Später hatte sich der 27-Jährige offenbar beruhigt und die Fixierung wurde in der Zelle abgenommen. Doch dann leistete er abermals massiven Widerstand, so dass unter hoher Kraftanstrengung die Fesselung abermals gelang.

Nach diesen Widerstandshandlungen erlitt der Angreifer plötzlich einen Herz-und Atemstillstand und musste zunächst von den Polizisten, später von den eingetroffenen Rettungskräften reanimiert werden. Anschließend kam der 27-Jährige auf die Intensivstation eines Krankenhauses.

Bei dem Einsatz wurde eine 20-jährige Polizistin durch eine Schnittverletzung im Gesicht schwer verletzt. Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Auch die Beamtin kam nach Erstversorgung durch einen Notarzt in ein Krankenhaus. Zudem erlitt ein 31-jähriger Polizist Gesichtsprellungen.

“Die Ermittlungen haben das zuständige Landeskriminalamt 13 sowie das Dezernat Interne Ermittlungen übernommen”, heißt es abschließend im Polizeibericht.

Wir senden die besten Genesungswünsche zu den verletzten Kollegen nach Hamburg und hoffen, dass alle Verletzungen ohne bleibende Schäden verheilen werden. Von der seelischen Verarbeitung dieses schweren Einsatzes gar nicht zu reden…