Maßkrugwurf auf Polizisten: Täter wird zu Gefängnisstrafe verurteilt

13. Mai 2019 um 19:30 Uhr

Vor knapp einem Jahr berichteten wir euch von einer Sonnenwendfeier in Geretsried (Bayern), bei der eine Gruppe junger Leute zuerst für Ärger sorgte und dann ihre Aggressionen gegen die alarmierten Polizisten richtete. Es kam zu massiven Beleidigungen, Widerstand und Körperverletzungsdelikten.

Einer der Täter warf einen Maßkrug auf die Polizisten und traf einen Beamten an Schulter und Oberarm. Es war nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass der Beamte keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitt. Er kam dennoch schwer verletzt in ein Krankenhaus und war eine Woche dienstunfähig.

Die Polizei konnte einen damals 18-jährigen Energie- und Gebäudetechniker festnehmen, der den Maßkrugwurf gestand und in Untersuchungshaft kam. Es wurde wegen gefährliche Körperverletzung und eines versuchten Tötungsdeliktes gegen ihn ermittelt.

Vor der Jugendkammer des Landgerichts München II kam der Vorfall nun zur Verhandlung und im Wesentlichen ging es um die Frage, was genau der nun 19-Jährige mit seinem Maßkrugwurf beabsichtigte. Wollte er einen Polizisten “nur” verletzen oder sogar töten?

Der 19-Jährige gestand auch vor Gericht die Tat, gab aber an, dass er niemanden tödlich habe verletzen wollen.

Das Urteil

Das Landgericht München II verurteilte den griechischstämmigen Geretsrieder wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und vier Monaten ohne Bewährung. Der junge Mann muss also ins Gefängnis bzw. im Gefängnis bleiben, wenn die Untersuchungshaft bis zur Verhandlung fortgeführt wurde.

Die Verurteilung erfolgte wegen gefährlicher Körperverletzung, da ihm eine Tötungsabsicht nicht nachgewiesen werden konnte.

Der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, sieht in dem Urteil ein deutliches Zeichen und verurteilt die stetig steigende Zahl gewalttätiger Übergriffe auf Polizisten:

Wir hoffen, der verletzte Kollege ist heute wieder vollständig genesen!