“Revolutionäre 1. Mai Demo”: Polizisten des Antikonfliktteams angegriffen

2. Mai 2019 um 19:05 Uhr

"Revolutionäre 1. Mai Demo": Polizisten des Antikonfliktteams angegriffen

Bild Mit freundlicher Genehmigung von Marc Max Gruber

Gestern fanden bundesweit und auch in anderen europäischen Ländern Kundgebungen und Aufzüge zum Tag der Arbeit statt. Überwiegend verliefen diese Veranstaltungen friedlich. Wie friedlich sie waren zeigt das Beispiel Berlin, wo gestern 39 Polizisten verletzt wurden und 3 Beamte vom Dienst abtreten mussten, offiziell aber resümiert wird: “Polizei zieht überwiegend positive Bilanz”.

Beispielhaft möchten wir von der “Revolutionären 1. Mai Demo” in Stuttgart (Baden-Württemberg) berichten, wo es ebenfalls Angriffe auf Polizisten und auch Verletzte gab. Zur Mittagszeit wurden dort die den Aufzug begleitenden Einsatzkräfte aus der Menge heraus mit Pyrotechnik beworfen.

Zeitgleich “stürmte ein Großteil der Versammlungsteilnehmer auf Kommando plötzlich los und wollte die vorausgehenden Polizeikräfte überrennen”, wie es im Polizeibericht heißt. Hierbei wurden auch Polizisten des Antikonfliktteams mit Fußtritten angegriffen (siehe Bild).

Auch wenn die Situation auf dem beigefügten Bild wenig bedrohlich erscheint, sollte man bedenken, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt, die die Gesamtsituation nicht adäquat darstellen kann. Vom Fotografen, der uns das Bild zur Verfügung stellte, wurde bestätigt, dass dieser Angriff tatsächlich stattgefunden hat.

Mit Fahnenstangen wurde zusätzlich aus der Menge heraus auf die Polizisten eingeschlagen. Es kam anschließend zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock. Eine Polizistin wurde bei den Übergriffen verletzt.

Nach dem Übergriff wurde der Aufzug angehalten und die Lage beruhigte sich wieder, so dass die Abschlusskundgebung durchgeführt werden konnte.

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen, die bei den Einsätzen zum 1. Mai verletzt wurden, eine schnelle und vollständige Genesung und danken nochmals allen für ihren Einsatz und den Verzicht auf ihre verdiente Freizeit!