Von der Theorie zum Ernstfall: Polizist wird nach Besprechung zur Suizidprävention zum Lebensretter

10. Mai 2019 um 11:11 Uhr

Von der Theorie zum Ernstfall: Polizist wird nach Besprechung zur Suizidprävention zum Lebensretter

Bild: Bundespolizei Baden-Württemberg via Twitter

Man stelle sich einmal vor, da trifft man sich mit Gleichgesinnten, bespricht ein bestimmtes Thema, sagen wir mal Suizidprävention, und wird auf dem Heimweg zum Lebensretter, weil man mit offenen Augen durch die Welt gegangen ist. Näher können sich Theorie und Ernstfall nicht sein.

Genauso geschehen am vergangenen Montagnachmittag. Ein Bundespolizist hatte an einer Besprechung zur Suizidprävention teilgenommen. Man bespricht, wie man Hinweise auf suizidale Gedanken erkennen und die Personen im Idealfall davon abbringen kann – oder darauf hinwirken, dass erst gar keine solchen Tendenzen entstehen, durch Gespräche und Vermittlung von Hilfsangeboten.

Den Kopf noch voll von Informationen, neuen Gedanken und Schlussfolgerungen befand sich der Beamte auf dem Bahnhof in Emmendingen. Während er das Gehörte und Gesagte Revue passieren ließ und sich auf den Feierabend freute, fiel im plötzlich eine Frau auf.

Die 51-jährige lief zu Fuß auf den Gleisen umher. Der Polizist handelte sofort, begab sich zu der Frau und brachte sie aus dem Gefahrenbereich. Anschließend wurde sie von den Kollegen der Landespolizei Baden-Württemberg in die psychiatrische Einrichtung zurück gebracht, wo sie sich bereits zuvor aufgehalten hatte.