Gedanken von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen: DANKE an die Kollegen aus Niedersachsen, die ein hohes Maß an Kollegialität bewiesen haben

10. Juni 2019 um 19:28 Uhr

Gedanken von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen: DANKE an die Kollegen aus Niedersachsen, die ein hohes Maß an Kollegialität bewiesen haben

“Am 27.05. konnten mein Kollege und ich eines der besten Beispiele für Kollegialität bei den Kollegen aus Niedersachsen feststellen. Alles fing damit an, dass mein Kollege und ich bei der Polizei NRW sind und auf dem Weg nach Braunschweig waren, um einen Funkstreifenwagen abzuholen.

Als wir uns auf der A2, Höhe der Anschlussstelle Bad Nenndorf, befanden, ereignete sich direkt vor unseren Augen ein schwerer Unfall. Ein LKW kollidierte, 2 Fahrzeuge vor uns, mit der Mittelleitplanke. Der LKW-Fahrer wurde dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt und der Auflieger fing Feuer. Mein Kollege und ich taten alles als Ersthelfer um dem Mann aus dem Führerhaus heraus zu bekommen und das Feuer zu löschen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den Bürgern bedanken, die einfach nur super reagiert haben. Man konnte kilometerweit durch die Rettungsgasse schauen. Niemand lief einfach wild auf der Autobahn rum und jeder hörte sofort auf das was wir ihnen sagten. Auch Videos wurden keine gemacht. Das schönste war jedoch, dass jeder Bürger mit anpackte um so viele Feuerlöscher wie möglich zur Unfallstelle zu bringen.

Nachdem wir dann die Rettungsmaßnahmen an die zuständige Polizei und Feuerwehr übergeben konnten, begaben mein Kollege und ich uns ins nächstgelegene Krankenhaus. Dort stellte man fest, dass wir beide eine Rauchvergiftung hatten. Nun mussten wir die Nacht also auch noch in einem Krankenhaus verbringen. Es stellte sich nun die Frage, wohin mit unseren Waffen und dem Funkstreifenwagen? Da kommen die Kollegen aus Niedersachsen ins Spiel.

Als mein Kollege und ich im Krankenhaus waren, befanden sich ebenfalls zwei Kollegen aus Niedersachsen im Krankenhaus, da sie einen Einsatz dort hatten. Sie bemerkten uns und fragten uns direkt was wir hier machen würden. Wir erklärten ihnen die Situation. Die Kollegen aus Niedersachsen zögerten keine Sekunde um uns ihre Hilfe anzubieten. Sie nahmen unsere Waffen und unseren Funkstreifenwagen, um alles in ihrer Wache sicher zu verwahren. Zudem gaben sie uns noch ihre Nummer, damit wir einen Ansprechpartner hatten.

Nachdem mein Kollege und ich dann im Krankenhaus auf unser Zimmer gebracht wurden, freuten wir uns einfach nur auf leckeres Abendessen nach einem so langen und harten Tag. Leider fiel das Essen im Krankenhaus ziemlich dürftig aus. Da wir noch die Nummer von den Kollegen aus Niedersachsen hatten, fragten wir diese wo das nächste Schnellrestaurant sei. Wir bekamen auf diese Frage jedoch keine Antwort. Es kam viel besser. Die Kollegen aus Niedersachsen baten uns sofort an uns das Essen ins Krankenhaus zu bringen. Ein Nein wollten sie sowieso nicht akzeptieren. Es dauerte nicht lange bis die Kollegen uns im Krankenhaus mit einem leckeren Menü überraschten.

Am nächsten Tag kamen dann wieder die Kollegen aus Niedersachsen morgens zu uns ins Krankenhaus um uns abzuholen und uns zu unseren Waffen und unserem Streifenwagen zu bringen.

Nun konnten wir unsere Fahrt endlich fortsetzen. Dies war alles nur möglich, da uns die Kollegen aus Niedersachsen so unterstützt haben.

Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber selbst die sind nicht selbstverständlich. Sie haben uns den Aufenthalt im Krankenhaus einfach unfassbar erleichtert. Sobald für uns ein Problem aufgetreten ist, haben die Kollegen aus Niedersachsen alles gegeben, um dieses Problem zu lösen. Dafür möchte ich mich einfach mal bedanken.

Die Beamten haben ein großes Maß an Kollegialität an den Tag gelegt, wo man einfach nur sagen kann: Hut ab. Ich war froh, dass ich in so einer Situation solche Kollegen getroffen habe.

Das war wieder ein Moment wo man gemerkt hat, dass wir alle eine große Familie sind und wir uns immer auf einander verlassen können.

Vielen vielen Dank an die Kollege aus Niedersachsen nochmal dafür!! Ich hoffe ich kann mich irgendwann revanchieren!

Liebe Grüße aus NRW.”