Nach Begegnung mit krebskrankem Kind: Polizist spendet seine langen Haare

6. Juni 2019 um 18:37 Uhr

Wenn wir Polizisten im Einsatz sind, ist es nicht immer so, dass man einen Fall bearbeitet und dann weiter zum nächsten Fall geht. Manche Begegnungen bleiben im Kopf, bleiben im Herzen und manchmal treffen wir dann eine äußerst menschliche Entscheidung.

Marco Dinaro, 29 Jahre jung, ist Polizist in München. Er hat eine Frau und zwei Töchter. Eines Tages traf er dienstlich eine Mutter mit ihrer sechsjährigen krebskranken Tochter. “Ich habe gesehen, dass sie keine Augenbrauen mehr hat. Und die Mutter erzählte mir dann, dass ihre krebskranke Tochter so glücklich sei, weil sie endlich ihre Echthaarperücke bekommen hat”, erzählt Marco.

Das blieb hängen und Marco dachte über diese Begegnung nach. Hier muss man anfügen, dass Marco über lange rotbraune Haare verfügt. Sein Dienststellenleiter hatte nichts dagegen, so lange die Haare gepflegt und im Einsatz zusammen gebunden sind.

Kollege Marco überlegte: “Ich habe gedacht: Du läufst da selbstverständlich mit langen Haaren durch die Gegend und ein Kind kann nicht mehr lächeln, weil es durch seine schwere Krankheit die Haare verloren hat.” Und so entschloss er sich zu handeln.

Marco meldete sich für eine Echthaarspende an und nach einigen Wochen fand er sich auf einem Frisörstuhl wieder. 25 Zentimeter wurden abgeschnitten und kommen nun jemandem zugute, der selbst krankheitsbedingt keine eigenen Haare mehr hat und sich sehnlichst eine Echthaarperücke wünscht.

Als Marco sich danach im Spiegel mit der neuen kurzen Frisur sieht sagt er: “Ich werde meine langen Haare vermissen, aber im Vordergrund steht der gute Zweck und dafür würde ich es sofort wieder machen.”