Rührende Szene: Neunjähriger stand weinend vor Polizeiwache

2. Juni 2019 um 14:46 Uhr

Rührende Szene: Neunjähriger stand weinend vor PolizeiwacheVorfälle mit Kindern gehen uns Polizisten oft sehr nahe. Sei es, weil wir selbst Kinder haben oder weil die Szene selbst so rührend ist. So muss es wohl auch den Kollegen in Schwabach (Bayern) ergangen sein, als am vergangenen Freitag gegen 21 Uhr plötzlich ein Neunjähriger vor der Polizeiwache stand.

Der Junge stand weinend, schluchzend und völlig alleine vor der Dienststelle und so brachten sie ihn erst einmal hinein und versuchten ihn zu beruhigen. Das war gar nicht so einfach, weil er sich zunächst nicht beruhigen wollte.

Es brauchte einige Überredungskunst, bis der Neunjährige erzählte, was vorgefallen war. Dann erzählte der Junge, das er seine Mama ganz furchtbar lieb habe, sie auch immer ganz lieb zu ihm war. Doch plötzlich wolle sie ihn nicht mehr. Dabei wolle er doch nur wieder zu seiner Mama und mit ihr kuscheln.

Das hier etwas nicht stimmte war offensichtlich. Eine Streife fuhr zur Mutter, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es stellte sich heraus, dass die Mama seit kurzem psychische Probleme hat und offenbar nicht mehr in der Lage war, sich so um ihren Sohn zu kümmern, wie es vorher einmal war.

Es gab also zwei Personen, denen die Polizisten helfen mussten und so wurde zumindest für übers Wochenende eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten leben konnten. Für Sohnemann ging es in die Familie eines Schulkameraden, die sofort bereit war, den Dreikäsehoch aufzunehmen.

Die Mutter kam in fachmedizinische Betreuung, damit sie bald wieder für ihren Sohn da sein kann. Das Jugendamt wurde informiert und wird sich um die weitere Verfahrensweise kümmern. Eines war jedoch sicher: Selbst die älteren Beamten ließ der allein vor der Wache stehende und weinende Neunjähriger nicht ungerührt.