Unglaublich dreist: Autofahrer räumen Absperrung beiseite und fahren in Unfallstelle mit tödlich verletztem Motorradfahrer

11. Juni 2019 um 19:45 Uhr

Unglaublich dreist: Autofahrer räumen Absperrung beiseite und fahren in Unfallstelle mit tödlich verletztem MotorradfahrerEs ist einfach unglaublich, mit was wir Polizisten alles rechnen müssen und wie dreist sich manche Verkehrsteilnehmer sich über Anordnungen hinwegsetzen. So geschehen am gestrigen Pfingstmontag.

Die Polizei wurde über einen schweren Motorradunfall auf der B41 bei Bärenbach (Rheinland-Pfalz) informiert. Polizei und Rettungsdienst trafen zeitgleich ein. Der beteiligte Motorradfahrer war schon leblos und wurde in der Folge von den Sanitätern erfolglos reanimiert.

Für die nun erfolgenden Maßnahmen der Spurensuche und Beweissicherung wurde die B41 voll gesperrt. Da auch ein Gutachter hinzu gezogen wurde, dauern diese Maßnahmen notwendiger Weise etwas länger.

Daher wurde die Straßenmeisterei alarmiert, die eine Absperrung und Umleitungsbeschilderung aufstellte. Doch das passte offenbar einigen Autofahrern nicht. Sie räumten die Absperrung beiseite und fuhren einfach weiter.

Doch die Autofahrer irrten, wenn sie dachten, dass sie die Unfallstelle auf diese Weise hätten passieren können. Die eingesetzten Polizisten hatten eine innere Absperrung aufgebaut und hier war für die dreisten Autofahrer endgültig Schluss.

Ganz abgesehen davon, dass dieses Verhalten einfach nur dreist ist, kann so etwas auch gefährlich oder sogar schädlich sein.

Gefährlich für alle Einsatzkräfte, die wegen der vorhanden Absperrung nicht damit rechnen, dass plötzlich Fahrzeuge in die Unfallstelle fahren. Zudem könnten die durchfahrenden Fahrzeuge vorhandene Spuren verfälschen oder vernichten, was die Ermittlungsarbeit erschwert oder unmöglich machen kann.

Es hat schon seinen Grund, wenn eine Straße abgesperrt ist, auch wenn es sich für einen Verkehrsteilnehmer nicht auf Anhieb erschließen mag.