Absicherung eines Pannen-Lkw: Lkw kracht in Streifenwagen, Polizisten unverletzt, Lkw-Fahrer stirbt

25. Juli 2019 um 18:53
Absicherung eines Pannen-Lkw: Lkw kracht in Streifenwagen, Polizisten unverletzt, Lkw-Fahrer stirbt

Bildmaterial: Polizei Göttingen

Bei Panne oder Unfall auf mehrspurigen Kraftfahrstraßen oder Autobahnen: Immer das Fahrzeug verlassen und nicht darin sitzen bleiben!

Diesen Grundsatz sollte sich jeder zu Herzen nehmen. Als erstes sollte man, soweit möglich, die Gefahrenstelle absichern. Das heißt Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen, Warnweste anziehen und sich hinter die Leitplanke in den Grünstreifen stellen.

Das gilt nicht nur für alle Verkehrsteilnehmer, auch wir Polizisten sollten nicht aus Bequemlichkeit im Streifenwagen sitzen bleiben. Hätten die Kollegen das im folgenden Fall gemacht, wäre die Sache sicher völlig anders ausgegangen.

Auf der A7 bei Hildesheim (Niedersachsen) hatte ein Lkw einen Reifenplatzer. Der Fahrer stellte sein Gefährt auf die Standspur (Seitenstreifen) und eine Streife der Autobahnpolizei rückte aus, um die Gefahrenstelle abzusichern.

Als die Polizisten den Lkw erreicht hatten, stellten sie vermutlich mit eingeschaltetem Warnblinker und Blaulicht ihr Polizeifahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen ab und begannen sofort mit der Absicherung. Noch während die Beamten ihre Warnbaken aufstellten, näherte sich ein weiterer Lkw.

Der Fahrer erkannte die Gefahrensituation scheinbar zu spät und kollidierte mit dem Streifenwagen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Polizeifahrzeug herum und krachte gegen den Pannen-Lkw. Hierbei wurde der Fahrer des Pannen-Lkw zwischen Streifenwagen und Lkw eingeklemmt.

Der 36-jährige Lkw-Fahrer kam noch ins Krankenhaus, verstarb aber wenig später dort. Die Polizisten, die sich nur mit einem Sprung zur Seite retten konnten, blieben physisch unverletzt, erlitten aber einen Schock. Der 50-jährige Unfallfahrer blieb unverletzt.

Wir möchten uns gar nicht ausmalen, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn die Kollegen nicht zur Seite gesprungen hätten springen können oder sich in der Nähe des Streifenwagens aufgehalten hätten…

Den Angehörigen des Verstorbenen gilt unser Mitgefühl. Den eingesetzten Kollegen wünschen wir eine gute Verarbeitung.