Festnahme nach gekonntem Sprung: Polizisten retten flüchtiges Schaf

31. Juli 2019 um 12:01 Uhr

Tiere gehören nicht auf Straßen. Das kann schnell böse enden, nicht nur für das Tier, sondern auch für jeden Verkehrsteilnehmer. Gut, wenn die Polizisten schnell und erfolgreich reagieren können, wie im folgenden Fall.

Zu einem Polizei- und Feuerwehreinsatz kam es am gestrigen Dienstag gegen Mittag bei Unterwaltersdorf (Niederösterreich), als ein ausgebüchstes Schaf auf der stark befahrenen B60 gemeldet wurde. Günstig für eine schnelle Tierrettung war, dass sich eine Streife in unmittelbarer Nähe befand, weil die Polizisten die Landung eines Rettungshubschraubers abgesichert hatten.

So waren Bezirksinspektor Hannes und Gruppeninspektor Mario schnell vor Ort, sperrten die Bundesstraße ab und machten sich daran, das Schaf einzufangen. Doch das Wolltier dachte gar nicht daran, seine frisch gewonnene Freiheit kampflos wieder aufzugeben und so ergriff es die Flucht in Richtung einer Wohnhausanlage.

Auch die Polizisten dachten ihrerseits nicht daran aufzugeben und nahmen die Verfolgungsfahrt, äh, den Verfolgungslauf auf. Der Wiederkäuer wähnte sich durch seine plötzlich Flucht in falscher Sicherheit, rechnete nicht damit, dass die ihn verfolgenden Polizisten kreativ und sportlich sind.

Polizist Mario setzte zum gekonnten Sprung an und konnte das Schaf auf diese Weise schnappen. Hannes hatte auch schon gleich die passende Idee, wie er eine erneute Flucht verhindern konnte. Er sicherte das zur Familie der Hornträger gehörende Wollknäuel nicht mit einer Handfessel, sondern mit einem Abschleppseil und band es an einen Laternenmast fest (Fotos finden sich in der verlinkten Pressemitteilung).

Durch gutes Zureden und Aufzeigen der Ausweglosigkeit erneuter Fluchtgedanken konnte Hannes das Schaf beruhigen und kurze Zeit später seinem Besitzer übergeben. Den Kameraden der Feuerwehr kam nun noch die Aufgabe zu, das Loch im Zaun zu schließen, durch welches dem Schaf die anfängliche Flucht auf die B60 gelungen war.