Zwei Attacken auf Polizisten: Zweimal Schusswaffengebrauch

5. Juli 2019 um 21:22 Uhr

Zwei Attacken auf Polizisten: Zweimal SchusswaffengebrauchInnerhalb der beiden vergangenen Tage ist es zweimal zu Attacken auf Polizisten gekommen. In dem einen Fall durch einen Messerangriff, in dem anderen Fall durch Beschuss mit einer Feuerwaffe. In beiden Fällen setzten die Beamten ihre Dienstwaffen ein und verletzten die Angreifer. Auch zwei Polizisten wurden schwer verletzt.

Der erste Vorfall ereignete vorgestern Abend in Innsbruck (Tirol, Österreich), sowie später in Niederau. Der Polizeieinsatz begann gegen 19:30 Uhr damit, dass jemand eine Bombendrohung für ein Lokal in der Innsbrucker Altstadt ausgesprochen hatte. Zahlreiche Polizisten riegelten den Tatortbereich ab und evakuierten die Anwohner.

Gegen 21:10 Uhr berichtete ein Autofahrer der Polizei, dass er einen Anhalter mitgenommen habe, der eine Waffe im Hosenbund trug und zudem etwas von einer Bombendrohung erzählt habe. Eine zwischenzeitliche Handyortung zeigte, dass das Handy, mit dem die Bombendrohung angesprochen wurde, in Oberau eingeloggt war.

Im Rahmen der Fahndung nach dem Tatverdächtigen konnten Polizisten der Polizeiinspektion Kufstein diesen bei einer Tankstelle in Niederau antreffen. Der Mann zog unvermittelt seine Waffe, zielte auf die Polizisten und drückte mehrfach ab. Die Beamten zogen ihrerseits ebenfalls die Dienstwaffen und eröffneten das Feuer.

Der 55-jährige Angreifer wurde getroffen und konnte anschließend festgenommen werden. Er kam in eine Klinik wo er operiert wurde, Lebensgefahr bestand nicht. Die Polizist blieben zumindest physisch unverletzt.

Eine Durchsuchung des bedrohten Lokals, auch mit einem Sprengstoffspürhund, verlief ergebnislos, so dass die Anwohner wieder zurück in ihre Häuser kehren konnten. Bei der Waffe des Angreifers soll es sich um eine CO2-Pistole gehandelt haben, die der polizeibekannte Angreifer wegen einer Waffenverbotsverfügung nicht hätte besitzen dürfen.

 

Der zweite Vorfall ereignete sich gestern Nacht gegen 23:50 Uhr in Böblingen (Baden-Württemberg, Deutschland). Der Einsatzanlass war zunächst eine gemeldete Ruhestörung. Die eingesetzten Beamten konnten zunächst auch für Ruhe sorgen, doch dann wurde der verantwortliche 24-Jährige abermals auffällig, so dass es erneut zum Einsatz kam.

Als die Polizisten das Mehrfamilienhaus betraten, wurden sie unvermittelt von dem 24-Jährigen mit einem längeren Messer attackiert. Beide Polizisten erwehrten sich ihres Lebens durch den Einsatz der Dienstwaffe. Sie trafen den Angreifer und verletzten ihn schwer.

Der Angreifer kam in eine Klinik und nach einer Operation besteht keine Lebensgefahr mehr. Beide Polizisten wurde ebenfalls durch Stichverletzung schwer verletzt. Die 27-jährige Polizistin erlitt demnach Stichverletzungen im Kopf- und im Halsbereich, ihr 21-jähriger Kollege erlitt eine schwere Verletzung an einer Hand.

Beide Polizisten kamen in Krankenhäuser, Lebensgefahr bestand demnach nicht. Da sich der 24-jährige Angreifer während der Tat in einem massiven psychischen Ausnahmezustand befand, wurde seitens der Staatsanwaltschaft Stuttgart für ihn Unterbringungshaftbefehl beantragt.

Wir senden die bestens Genesungswünsche an die schwer verletzten Kollegen in Böblingen und hoffen, dass sowohl die physischen und psychischen Wunden vollständig abklingen und heilen werden. Den beiden Kollegen von der Polizeiinspektion Kufstein wünschen wir eine gute Verarbeitung dieses Vorfalles.