Aktuelle Umfrage: Polizeiberuf am beliebtesten unter Schülern

19. August 2019 um 11:57 Uhr

Aktuelle Umfrage: Polizeiberuf am beliebtesten unter SchülernIn den kommenden Jahren, so wurde kürzlich berichtet, werden etwa 20 Prozent der Polizisten deutschlandweit in den Ruhestand gehen. Da passt es sehr gut, dass in einer aktuellen Umfrage unter Schülern der Polizeiberuf als der Beliebteste genannt wurde.

Einerseits zeigt das, dass die Polizeien in Bund und Ländern mit ihrer Nachwuchswerbung auf einem richtigen Weg sind, andererseits zeigt es, dass “die Jugend von heute” besser ist als ihr Ruf. Denn die Gründe für die Berufswahl sind vielsagend.

Das Trendence Schülerbarometer 2019 befragte rund 20.000 Schülerinnen und Schüler danach, bei welchem Arbeitgeber man sich bewerben möchte und welche Begriffe am besten zu einem passen.

Mit 17,7 Prozent landet die Polizei auf dem ersten Platz und macht den Polizeiberuf zum beliebtesten unter den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 13, die vor der Berufswahl stehen. Damit legt die Polizei beeindruckende 1,4 Prozent zum Vorjahr zu.

Danach folgen die Firma Adidas auf dem 2. Platz mit 13,9 Prozent und die Bundeswehr auf dem 3. Platz mit 12,2 Prozent. Die Exekutive scheint einen gewissen Reiz auszustrahlen, was sich auch in dem widerspiegelt, mit welchen Begriffen sich die Schüler identifizieren können. Das Rote Kreuz und der Zoll schaffen es ebenfalls unter die Top 10.

So kommt es den Jugendlichen nicht darauf an, möglichst viel Geld zu verdienen, der Sinn der Tätigkeit ist ausschlaggebender. Als Polizist muss man Teamplayer sein und damit können sich über 70 Prozent der Schüler identifizieren, denen das Wir wichtiger ist als das Ich. Auch ist den Schülern Sicherheit wichtiger als Freiheit.

Dieses Ergebnis täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass wir bei der Polizei die Richtigen suchen. Die Einstellung muss stimmen, wie auch körperliche Fitness und fachliche Kompetenz. Nicht jeder, der Polizist werden möchte, kann auch tatsächlich angenommen werden und so wird es fraglich bleiben, ob der Personalschwund der kommenden Jahre aufgefangen werden kann.