Gedanken von Dieter Müller von der Hochschule der Sächsischen Polizei zu: Bei Fußballpartie in Bremen tritt ein Mann gegen den Kopf eines Polizisten, dann folgt Steinbewurf

11. August 2019 um 18:35 Uhr

Gedanken von Dieter Müller von der Hochschule der Sächsischen Polizei zu: Bei Fußballpartie in Bremen tritt ein Mann gegen den Kopf eines Polizisten, dann folgt SteinbewurfGestern Abend fand das DFB-Pokalspiel zwischen dem Atlas Delmenhorst und dem SV Werder Bremen im Weserstadion in Bremen statt. Nach dem Spiel kam es zur Konfrontation zwischen kriminellen “Fußballfans” und der Polizei, bei der ein Mann auf ein geparktes Auto gestiegen war und von dort aus einem Polizisten mit voller Wucht gegen den Kopf trat.

Der Beamte sackte zusammen und blieb mit Kopfverletzungen am Boden liegen. Als seine Kollegen den Mann festnehmen wollten, wurden sie von den Ultras mit Steinen beworfen und mit Stangen angegriffen. Durch den Steinbewurf wurde eine weitere Polizistin getroffen und verletzt.

Dieter Müller von der Hochschule der Sächsischen Polizei, dem wir immer wieder Raum für seine Gedanken geben, hat sich wie folgt dazu geäußert:

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“Ultras : Polizei = Unentschieden

Eine desillusionierende Tätigkeitsbeschreibung der Bremer Polizei nach einem üblichen Einsatz bei einem Fußballspiel, das allen Spaß und Freude bringen sollte, aber von einigen Kriminellen missbraucht wurde.

Es wird allerhöchste Zeit, dass Innenpolitiker konsequenter als bisher gegenüber aggressiven Straftätern einschreiten, die sich zu unrecht als Fußballfans bezeichnen, in Wahrheit aber nur einen Anlass suchen, um ihre kriminelle Energie auszuleben.

Dabei gäbe es genügend juristische Handlungsmöglichkeiten. Die Konferenz der Innenminister müsste sich jenseits der Parteigrenzen auf ein gemeinsames Konzept einigen und dieses konsequent umsetzen.

Das Laisser-faire aus parteipolitischem Kalkül benutzt Polizeibeamte als Instrumente eines hilflos erscheinenden Rechtsstaates, der an seiner Inkonsequenz zu scheitern droht.

Das muss dringend geändert werden!”

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Wir wünschen allen verletzten Kollegen auf diesem Wege eine schnelle und vollständige Genesung!