Karpfen auf Grund gelaufen: Polizisten halfen ihm in tiefere Gewässer

9. August 2019 um 11:37

Karpfen auf Grund gelaufen: Polizisten halfen ihm in tiefere GewässerWir haben schon von allerlei Tierrettungen berichtet, meist von Haustieren oder einheimischen wild lebenden Tieren. Fische kommen da nicht allzu oft vor, doch sollte sich ein Fisch in Notlage befinden, stehen wir auch hier zur Stelle.

Wie im folgenden Fall der Kollegen aus Nürtingen (Baden-Württemberg), bei dem ein kapitaler Karpfen, Anwohner, ein Müllsack und ein Wäschekorb und natürlich die Kollegen eine Rolle spielen. Unser Polizeibericht im Original:

Einen kapitalen Karpfen haben Beamte des Polizeireviers Nürtingen am Mittwochmittag aus einem Nebenarm der Erms gerettet. Eine Anwohnerin hatte gegen 12.45 Uhr gemeldet, dass im Steidenbach im Bereich der Metzinger Straße ein riesiger Fisch gestrandet sei.

Bei der Überprüfung entpuppte sich dieser als 10 – 15 Kilogramm schwerer und etwa 70 cm langer Karpfen. Das Tier war offensichtlich bei hohem Pegelstand während eines niedergehenden Starkregens fahrlässigerweise zu einer Erkundung des ansonsten wohl für Fische dieses Kalibers nicht “schiffbaren” Steidenbachs aufgebrochen, was dann aber gründlich schief ging.

Als der Regen nachließ und der Pegel wieder sank, lief der Fisch im Bachbett quasi auf Grund. Da keines der üblichen polizeilichen Einsatzmittel für eine fachmännische Rettung zu gebrauchen war, half die Anwohnerin kurzentschlossen mit tauglicherem Rettungsgerät aus.

Mit einem Müllsack und einem Wäschekorb trugen die Beamten den havarierten Karpfen dann kurzerhand in die Erms zurück.

Wieder ein Beispiel dafür, dass wir Polizisten, trotz guter Ausstattung, nicht auf alles vorbereitet sein können und wie wichtig es ist, wenn wir Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren – nicht nur, wenn es um Leben und Tod geht…