Verkehrskontrolle eskaliert: Außenstehende greifen Polizisten an – Fünf Verletzte, davon drei Polizisten

5. August 2019 um 19:43

Verkehrskontrolle eskaliert: Außenstehende greifen Polizisten an - Fünf Verletzte, davon drei PolizistenWir hatten kürzlich erst die Regeln für die Nutzung der E-Scooter vorgestellt und doch meinen Leute sich darüber hinwegsetzen zu können. Und nicht nur das, bei einer Verkehrskontrolle kam es zum Widerstand der Begleiter und es wurden insgesamt fünf Personen verletzt.

In der Nacht von Sonntag auf Montag fiel einer Streife in Erfurt (Thüringen) ein E-Scooterfahrer auf. Sie unterzogen ihn einer Verkehrskontrolle und ein Atemalkoholtest zeigte, dass er 0,7 Promille Alkohol in der Atemluft hatte. Der Fahrer sollte zur Wache verbracht werden, damit der Alkohol gerichtsverwertbar bestimmt werden kann.

Doch nun mischten sich die Begleiter der Mannes ein, die alle zusammen zuvor Geburtstag gefeiert hatten. Acht Personen im Alter von 24 bis 54 Jahren umringten nun die Polizisten und wollten verhindern, dass der alkoholisierte Fahrer abtransportiert wird.

Die Beamten versuchten es erst durch Kommunikation, dann mit Platzverweisen und drohten auch den Einsatz des Pfeffersprays an. Doch es half alles nichts. Ein 32-jähriger Polizist erhielt einen unvermittelten Faustschlag ins Gesicht und wurde dabei verletzt.

Als die Polizisten den 50-jährigen Angreifer festnehmen wollten, wehrte dieser sich derart massiv, dass beide Polizisten Verletzungen davon trugen und Einsatzmittel beschädigt wurden. Doch auch der Rest der Gruppe verhielt sich weiterhin aggressiv gegenüber den Beamten, so dass diese Pfefferspray einsetzten und zwei weitere Personen verletzt wurden.

Zwischenzeitlich hatten die Polizisten Verstärkung angefordert und es benötigte sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und eine Streife der Bundespolizei um die Tumulte zu beenden. Von allen Angreifern wurden nun die Personalien und der Grad der Alkoholisierung festgestellt.

Die Verletzten wurden durch den alarmierten Rettungsdienst versorgt. Es wird nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Wir wünschen den verletzten Kollegen gute Besserung!