Weil er nicht schwimmen kann: Polizistin rettet Räuber vor dem Ertrinken

6. August 2019 um 12:07

Weil er nicht schwimmen kann: Polizistin rettet Räuber vor dem ErtrinkenIn Berlin Kreuzberg kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem ungewöhnlichen Fall. Der Fall handelt von einem mutigen Zeugen, einer mutigen Polizisten und einem Räuber der nicht schwimmen kann.

Es begann damit, dass eine 45-jährige Frau zu Fuß in Kreuzberg unterwegs war, als ein Mann ihr von hinten die umgehängte Handtasche entreißen wollte. Da die Frau aber weiterhin den Trageriemen festhielt, zerrten beide Seiten an der Handtasche.

Dem Räuber dauerte das zu lange, es musste schnell gehen, und so schlug er der Frau ins Gesicht. Diese ließ nun ihre Handtasche los und der Räuber suchte das Weite. Doch der Vorfall blieb nicht unbeobachtet und ein 23-jähriger Zeuge nahm die Verfolgung des Flüchtenden auf.

Für den Zeugen endete die Verfolgung allerdings, als der Räuber die Absperrung zum Landwehrkanal überkletterte und sogleich ins Wasser stürzte. Der Zeuge alarmierte noch die Polizei und als die erste Streife eintraf, rief der Räuber bereits um Hilfe. Er drohte unterzugehen, da er nicht schwimmen kann.

Die Polizisten warfen dem Ertrinkenden einen Rettungsring zu und sogleich seilte sich eine 40-jährige Polizistin hinab. Es gelang ihr den Mann über Wasser zu halten, bis die Feuerwehr eingetroffen war und mit gemeinsamen Kräften brachte man den Mann ans Ufer.

Dort kollabierte der Gerettete sogleich und er musste von den ebenfalls im Einsatz befindlichen Rettern reanimiert werden. Nach erfolgreicher Wiederbelebung wurde der 21-jährige Räuber in ein Krankenhaus gebracht. Zeitgleich gelang es auch der mutigen Polizistin mit Unterstützung der Feuerwehrkameraden aus dem Wasser zu steigen.

Nachdem der Räuber aus dem Krankenhaus wieder entlassen worden war, wurde er dem Raubkommissariat überstellt. Wie es heißt, blieben das Raubopfer, als auch die Polizistin unverletzt.