Die Sache mit dem Alkohol: Wenn der Kollege, der dich nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss bei der Polizei abholt, selbst alkoholisiert ist

20. September 2019 um 11:51 Uhr

Die Sache mit dem Alkohol: Wenn der Kollege, der dich nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss bei der Polizei abholt, selbst alkoholisiert ist

Bild: Kantonspolizei St. Gallen

Der folgende Fall passt wieder in die Kategorie “Geschichten die das Leben schreibt”, enthält er doch eine spektakuläre, eine überraschende und eine Komponente zum Kopfschütteln. Die Sache hätte auch ganz anders ausgehen können.

Nachts fuhr ein 44-Jähriger mit seinem Auto über die A3 im Kanton St. Gallen (Schweiz) bei Walenstadt in Richtung Chur. Den nun folgenden Baustellenbereich übersah der Autofahrer scheinbar alkoholbedingt, fuhr ungebremst in die Schwenkleitplanke, geriet durch die Wucht des Aufpralls auf die Gegenfahrbahn, prallte wieder gegen eine Leitplanke, schleuderte zurück auf die Fahrbahn, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Die alarmierten Polizisten erkannten auch sofort die Fahne, die der 44-Jährige haben musste und führten bei ihm einen Alkoholtest durch, der mit 1,03 mg/l (etwas über 2 Promille) deutlich ausfiel. Vielleicht war es diesem Alkoholisierungsgrad geschuldet, dass der Fahrer den spektakulären Unfall unverletzt überstanden hatte.

Nachdem die Beamten den Führerschein des 44-Jährigen eingezogen hatte, ging es ohne Umwege zur Dienststelle zwecks polizeilicher Befragung. Als der Unfallfahrer entlassen werden konnte, organisierte er einen Kollegen, der ihn bei der Polizei abholen sollte.

Dieser Kollege, zuverlässig wie er war, kam auch zur Wache, doch auch für ihn hieß es: “Sie gehen ab sofort zu Fuß!” Denn auch er war deutlich alkoholisiert, 0,54 mg/l (über 1 Promille) zeigte der Alkoholtester an, so dass auch bei ihm der Führerschein eingezogen wurde.

Wenn es nicht so traurig wäre, man wüsste nicht, ob man mit dem Kopf schütteln oder lachen sollte. Jedenfalls hat der Unfallfahrer bei diesem Unfallhergang mehr als Glück gehabt und mehrere Schutzengel, die schlimmeres verhindert hatten.

Wie die beiden Alkolenker nach Hause kamen, ist nicht überliefert.