Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

20. September 2019 um 19:19 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

“Der hier geschilderte Sachverhalt ist frei erfunden.

Freitag, 22:00 Uhr:

Meldung einer Auseinandersetzung mit Maßkrügen auf einem Volksfest in Deutschland. Eine Gruppe von mindestens 10 Beamten macht sich beschleunigt auf den Weg ins Zelt. Kein einfacher Gang, da der Großteil der Besucher dem Alkohol gut zugesprochen hat und Sprüche im Sekundentakt kommen.

Vor Ort eine Person blutend am Boden liegend, der Aggressor wurde durch die private Sicherheit am Eingang festgesetzt. Eine Gruppe der Beamten nimmt den Beschuldigten vorläufig fest. Und schon geht es los.

Es sind nicht nur mehr Sprüche, die die Beamten hören. Unbeteiligte, die das ganze Szenario nicht mitbekommen haben, mischen sich ein, beschimpfen die Kollegen wegen Polizeigewalt, weil der Beschuldigte, der erst so hart getan hat, bei den Handfesseln auf einmal das Weinen und Schreien anfängt. Gehen auf körperlichen Kontakt mit den Polizisten, es wird geschubst und die Situation kocht dank immer mehr Unbeteiligter hoch, dass es beinahe zu einer Gefangenenbefreiung kommt.

Und das ohne Wissen, dass der Beschuldigte mit gestanden 35 Jahren einem 17-Jährigen die Nase mit einem beinahe vollen Maßkrug (ca. 2,5 kg) zertrümmert hat. Zum Glück nur die Nase. Er hätte ihm auch das Jochbein oder den Schädel zerschlagen können. Dann wäre der Geschädigte nicht nur benommen am Boden gelegen, dann hätten die Sanitäter und der Notarzt eine schlimme Nacht gehabt.

Und Unbeteiligte wollten einen Totschläger befreien.

Gut gemeinter Rat:

Wenn wir kommen und eine Person mitnehmen, hat dies einen Grund. Nicht weil wir das lustig finden, sondern weil wir im schlimmsten Fall Mörder, Totschläger oder Vergewaltiger erwischt haben und diese der Haft zuführen wollen.

Deswegen lasst uns arbeiten! Alles weitere geht nur den Beschuldigte etwas an.”

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Bild und Text stammen von dem bayerischen Kollegen, der namentlich nicht erwähnt werden möchte. Auch wenn die geschilderte Situation erfunden ist, geschieht so etwas oder etwas ähnliches jeden Tag, überall.