Gedanken von Natascha: Vom Traum Polizeibeamtin zu werden

27. September 2019 um 19:05 Uhr

Gedanken von Natascha: Vom Traum Polizeibeamtin zu werden

“Es begann vor über 10 Jahren mit einem Traum….

Der Traum Polizeibeamtin zu werden…

Ich fühlte mich aus den verschiedensten Gründen stark zu dem Beruf, den dazugehörigen Werten bzw. Normen und der Verantwortung, berufen.

Ein Schülerpraktikum verstärkte meinen Wunsch nur noch mehr. Ich schloss das Abitur ab, anschließend vor ca. 7 Jahren und ein paar Monaten begann die Bewerbungsphase mit anschließendem Auswahlverfahren.

Rückblick ab dem 30.08.2012

Ich hatte mich gut vorbereitet, war aber ultra nervös und wusste nicht ob ich es schaffen würde oder was ich konkret machen würde, sollte ich es nicht schaffen.

Meine gute Gesundheit und die Vorbereitung auf das Auswahlverfahren haben sich schließlich bezahlt gemacht.

Ich bekam eines Tages den ersehnten Brief und es stand fest: Ich werde Kommissarsanwärterin! 🙂

Voller Motivation und Stolz trug ich das erste Mal die Uniform. Es folgten drei harte, manchmal traurige, manchmal besonders schöne und vor allem ereignisreiche Jahre.

Nahezu täglich wuchs man über sich hinaus, stellte sich neuen Herausforderungen und bewältigte Aufgaben im Team. Man schwitzte, lernte, weinte und lachte. Und so schnell wie man das duale Studium angefangen hatte, so schnell war es dann auch vorbei.

Plötzlich hieß es: Es wird ernst!!! Studium geschafft. Kommissarsanwärter ihr seid nun Polizeikommissare und werdet ab sofort den Dienst mit einem Streifenpartner “alleine” versehen. Man hatte jetzt das nötige Rucksackwissen und wurde mit dem Partner alleine auf den “Bürger los gelassen”.

Auf den Kollegen achten, auf sich achten, fair gegenüber den Bürgern agieren und das bei zunehmender Gewaltbereitschaft des Gegenübers. Gerade am Anfang eine große Herausforderung, gut das es da tolle Kollegen gab, die einen unterstützten und Tipps gaben.

Nun, jetzt sind drei weitere Jahre nach Abschluss des dualen Studiums vergangen… Man kennt und vertraut sich. Man arbeitet fast täglich 8-12 Stunden miteinander. Man hat das Gefühl eine gewisse Souveränität erlangt zu haben. Man hat seinen Platz im Team. Das Tragen der Uniform ist normal geworden.

Die Kollegen sind teilweise wie eine Familie oder zumindest sind sie Freunde. Man hält zueinander, freut sich miteinander und kämpft nie gegeneinander. Teil eines Teams zu sein fühlt sich gut an und ist in unserem Beruf besonders wichtig.

Heute, September 2019

Nach 6 Jahren als Polizeibeamtin darf ich mit Freude mitteilen, dass ich ab sofort Polizeibeamtin auf Lebenszeit bin. Darauf bin ich unheimlich stolz und danke meinem Team, meinen Freunden, meiner Familie und insbesondere meinen Eltern für die Unterstützung, die sie mir gegeben haben!

Natascha”

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Bild und Text stammen von der Kollegin.