Gewaltorgie, einfach so: Polizeifahrzeug demoliert, Polizistin in den Mund gespuckt und Polizist ins Handgelenk gebissen

17. September 2019 um 18:53 Uhr

Gewaltorgie, einfach so: Polizeifahrzeug demoliert, Polizistin in den Mund gespuckt und Polizist ins Handgelenk gebissen

Bild: Bundespolizeiinspektion Münster

Ein demoliertes Polizeifahrzeug und zwei verletzte Polizisten, das ist die Bilanz eines Einsatzes vom vergangenen Sonntag. Dabei geschah die Gewaltorgie ohne erkennbaren Grund, einfach so. Die Festnahme des Täters wäre allerdings nicht gelungen, wenn nicht Passanten an der Dingfestmachung entscheidend mitgewirkt hätten.

Mehrere Bundespolizisten waren am Hauptbahnhof in Münster eingesetzt, als gegen 12:45 Uhr ein obdachloser Mann eine Rotweinflasche, die er zuvor ausgetrunken hatte, ohne erkennbaren Grund mit dem Flaschenhals voran in die Frontscheibe eines Streifenwagens rammte, der vor dem Bahnhof geparkt stand. Die Flasche blieb in der Scheibe stecken und die Scheibe wurde dabei zerstört.

Passanten hatten den Täter bei der Tat beobachtet, ein Foto von ihm angefertigt und den Notruf abgesetzt. Als die Bundespolizisten hinzu kamen, flüchtete der Täter, konnte nach Hinweisen aus der Bevölkerung aber gestoppt werden. Während der Festnahme und später auch auf der Wache leistete der Täter massiven Widerstand.

Dabei spuckte er einer Polizistin gezielt in den Mund und biss einem Polizisten ins Handgelenk. Der Polizeibericht endet wie folgt:

“Den Brutalo, der an diesem Nachmittag noch in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde erwarten nun Strafanzeigen u. a. wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Sachschaden am Streifenwagen liegt bei 1200,- Euro.

Die Bundespolizei Münster bedankt sich bei den Zeugen, die an diesem Sonntag den entscheidenden Hinweis zur Festnahme des Täters gegeben hatten.”

Wir wünschen den verletzten Kollegen eine gute Besserung und auch eine gute Verarbeitung. Angespuckt zu werden ist schon ekelhaft, das Ganze aber auch noch in den eigenen Mund gefördert zu bekommen entbehrt jeder Beschreibung.