Rettungswagenbesatzung in Hinterhalt gelockt: Sanitäter mit Schusswaffe bedroht und Opiat verlangt

26. September 2019 um 20:06

Rettungswagenbesatzung in Hinterhalt gelockt: Sanitäter mit Schusswaffe bedroht und Opiat verlangtIn Bückeburg (Niedersachsen) wurde eine Rettungswagenbesatzung vermutlich in einen Hinterhalt gelockt. Unter Vorhalt einer Schusswaffe verlangte der Täter von den Sanitätern ein Opiat und konnte anschließend flüchten.

Die Rettungswagenbesatzung war offenbar unter einem Vorwand von einem Unbekannten an den Bückeburger Bahnhof gerufen worden. Dort sollte sich eine hilfsbedürftige Person aufhalten. Am Einsatzort angekommen konnten die Sanitäter aber keine Person antreffen, die ihrer Hilfe bedurfte.

Dann trat ein Mann hinzu, der angeblich wisse, wo sich diese Person nun aufhalten würde. Dieser bat die Sanitäter in die angrenzende Nordstraße und dort in den Hausflur eines Mehrfamilienhauses. Hier zog der Mann überraschend eine Schusswaffe, bedrohte die Sanitäter aus der Nahdistanz und verlangte von ihnen die Herausgabe eines Opiats.

Vermutlich wollte der Täter damit seine Sucht befriedigen. Den Sanitätern gelang es zum Glück, sich wieder in den Rettungswagen zurück zu ziehen und sich dort einzuschließen. Der Täter konnte flüchten und wurde durch die alarmierten Polizisten nicht mehr angetroffen.

Allerdings scheint die Identität des Täters bereits geklärt, so der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer. Man kennt eben seine Pappenheimer. Die Fahndung wird bis zur Ergreifung des Täters weiter aufrecht gehalten. Bei der Tatwaffe dürfte es sich vermutlich um eine Gaswaffe gehandelt haben.

Die 22-jährige Rettungssanitäterin und ihr 40-jähriger Kollege blieben körperlich unversehrt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Tatverdachts der räuberischen Erpressung und Bedrohung mit einer Schusswaffe.

Wir wünschen den beiden Sanitätern eine gute Verarbeitung dieses einschneidenden Erlebnisses.

Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte!