Tötungsdelikt in Polen: Brandenburger Polizisten stoppen flüchtigen Täter und müssen von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen

12. September 2019 um 19:30 Uhr

Tötungsdelikt in Polen: Brandenburger Polizisten stoppen flüchtigen Täter und müssen von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Polizeireporter Th. Schröder

Gestern Nachmittag kam es auf der A10 am Berliner Ring zu einem Zwischenfall, bei dem Brandenburger Polizisten von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen mussten. Der Angreifer und mutmaßliche Tatverdächtige eines Tötungsdeliktes in Polen starb hierbei.

Wie berichtet wird hatte gestern Mittag ein 25-jähriger Pole in einer Wäscherei im grenznahen polnischen Gorzów eine 26-jährige Ukrainerin erschossen. Polnische Medien berichten in diesem Zusammenhang von einer regelrechten Hinrichtung, da der Mann der Frau unvermittelt in den Kopf geschossen hatte.

Hiernach war der Täter mit einem Auto flüchtig und die polnische Polizei informierte umgehend das Gemeinsame Zentrum der Deutsch-Polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko. Dieses alarmierte die Brandenburger Polizei die ihrerseits eine Fahndung auslöste.

Nur zweieinhalb Stunden nach der Tat, gegen 15:30 Uhr, konnte eine Streife der Polizei Brandenburg auf der A10 an der Anschlussstelle Berlin-Hellersdorf den gesuchten Mazda antreffen. Die Streife hielt den Wagen noch in der Auffahrt an und wollte den Wagen bzw. dessen Fahrer kontrollieren.

Der Fahrer zog unvermittelt eine Schusswaffe und zielte damit auch auf die eingesetzten Polizisten. Mehrfachen Aufforderung die Waffe niederzulegen kam der Mann nicht nach, so dass die Beamten ihrerseits zum Schutz des eigenen Lebens von ihren Dienstwaffen Gebrauch machten.

Tötungsdelikt in Polen: Brandenburger Polizisten stoppen flüchtigen Täter und müssen von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Polizeireporter Th. Schröder

Sie feuerten mehrfach auf den Polen, der immer noch die Waffe in Händen hielt. Der 25-Jährige wurde getroffen und verstarb noch an der Einsatzstelle. Bis spät in die Nacht waren Kriminalpolizei und Spurensicherung im Einsatz. Vorbehaltlich der Bestätigung durch die polnischen Behörden handelt es sich bei dem Getöteten um den flüchtigen Täter.

Die eingesetzten Polizisten wurden von ihrem Dienst vorläufig freigestellt und werden psychologisch betreut. Von einem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Potsdam heißt es: “Wir gehen von der Rechtsmäßigkeit des Einsatzes aus.” Über die abschließende Bewertung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs hat nun die Staatsanwaltschaft Potsdam zu entscheiden.

Wir wünschen den eingesetzten Kollegen ein gute Verarbeitung dieses schweren Einsatzes!

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Polizeireporter Th. Schröder