Heißes Pflaster Berlin: Drogendealer und Demonstranten greifen Polizisten an – Versuchter Dienstwaffenraub und Munitionsraub

24. Oktober 2019 um 19:13 Uhr

Heißes Pflaster Berlin: Drogendealer und Demonstranten greifen Polizisten an - Versuchter Dienstwaffenraub und MunitionsraubBerlin ist ein heißes Pflaster, jedenfalls, was uns Polizisten angeht. Dass Polizisten angegriffen werden, ihnen zumindest versucht wird die Dienstwaffe zu entreißen, ist auch schon anderswo vorgekommen. Allerdings kam es nun in Berlin innerhalb von einer halben Woche zu zwei Vorfällen und es war in beiden Fällen genau das Klientel, welches das politische Klima (zumindest gefühlt) mehr fördert als Polizisten: Drogendealer und Demonstranten.

Fall 1: Demonstrant schlägt Polizisten nieder und entreißt ihm das Reservemagazin

Auf einer pro-kurdischen Demonstration in Neukölln kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Als ein Polizist gerade dabei war eine Festnahme durchzuführen, wurde er von einem anderen Demonstranten zu Boden gerissen.

Am Boden liegend soll auf den Beamten weiter eingeschlagen und getreten worden sein. Hierbei soll ihm auch das an der Koppel befindliche Reservemagazin mit 15 Schuss Munition entrissen worden sein. Die Dienstwaffe wurde dem Polizisten offenbar nicht entrissen.

Durch diesen tätlichen Angriff war es möglich, dass sowohl der Festgenommene, als auch der Angreifer fliehen konnten. Durch diesen plötzlichen Angriff ist von dem Angreifer auch nicht viel bekannt: 47 bis 53 Jahre alt, ungefähr 1,75 Meter groß und schwarze Haare.

Die Polizei Berlin hatte zunächst nicht von diesem Vorfall berichtet, da er erst nachträglich gemeldet worden war.

2. Fall: Drogendealer versucht Polizisten die Dienstwaffe zu entreißen – Polizeihund konnte das verhindern

Nur wenige Tage nach dem ersten Vorfall wurden Polizisten in Kreuzberg zum Café Kotti gerufen. Es sollte sich dort ein Drogendealer befinden, der trotz Hausverbot das Café nicht verlassen wollte. Die eingesetzten Polizisten begleiteten den 34-Jährigen aus Gambia vor die Tür und sprachen ihm einen Platzverweis aus.

Doch das interessierte den Mann nicht und er versuchte immer wieder zurück ins Café zu gelangen. Als einer der Beamten den Mann daran hindern wollte und ihn am Arm festhielt, zog der Dealer plötzlich ein Messer und bedrohten die Ordnungshüter.

Es kam zum Pfeffersprayeinsatz und als die Polizisten den Mann überwältigten, versuchte dieser einem der Polizisten die Dienstwaffe zu entreißen, die noch im Holster steckte. Es ist nur dem Einsatz eines Diensthundes zu verdanken, dass der Angreifer damit keinen Erfolg hatte.

Der Polizeihund biss dem Mann in den Arm, so dass dieser loslassen musste und überwältigt werden konnte.