Aus Liebe zum Tier: Polizistin kauft pensioniertes Polizeipferd

25. November 2019 um 13:09 Uhr

Polizeioberkommisarin Manuela Weickert (36) von der Polizei Sachsen konnten ihr Hobby zum Beruf machen. Dabei standen die Dinge anfangs gar nicht so gut dafür. Zunächst war sie Krankenschwester und arbeitete auf einer Intensivstation. Ihre Kurzsichtigkeit verhinderte, dass sie sich bei der Polizei bewerben konnte.

Doch das Ziel Polizei blieb bestehen, Manuela ließ ihre Augen lasern und bewarb sich bei der Polizei. Sie wurde angenommen und absolvierte erfolgreich das Studium. Danach bewarb sich die pferdebegeisterte Polizistin zur Polizeireiterstaffel und wurde auch sofort angenommen.

Sie selbst neu und unerfahren als Polizeireiterin hatte das Glück auf dem bereits erfahrenen Schimmel Norris ihr Handwerk lernen zu dürfen. Dessen Stammreiter war in Pension gegangen und somit war Norris frei. Für Manuela ein Glücksgriff. “Der erfahrene Norris hat mich förmlich durch den Einsatz getragen, sodass ich mich voll auf die Führung der Gruppe und mein Funkgerät konzentrieren konnte. Das vergesse ich ihm nie”, berichtet sie.

“Wir sind an der Grenze in Görlitz Streife gelaufen, waren bei zig Fußballspielen von Leipzig bis Bremen im Einsatz, auf dem Sachsenring bei der Motorrad-Weltmeisterschaft MotoGP oder zu Großdemos am 13. Februar in Dresden.” Das Team wurde unzertrennlich.

Doch im Oktober 2018 musste Polizeipferd Norris den Dienst quittieren und Manuela konnte und wollte Norris nicht einfach so für immer Tschüss sagen. Sie kaufte kurzerhand für 500 Euro den Schimmel und brachte ihn in einer Pferdepension in bei Pirna unter. Von dort kann er seine Rente nun stressfrei mit einem tollen Blick auf die sächsische Schweiz genießen.

Gemeinsame Ausritte gibt es natürlich weiterhin, nur die Geräuschkulisse und den Stress der Einsatzlagen wird Norris sicher nicht vermissen.