Gewaltexzess auf Halloweenparty: Polizist zusammengeschlagen und -getreten

1. November 2019 um 18:45 Uhr

Gewaltexzess auf Halloweenparty: Polizist zusammengeschlagen und -getretenVielerorts gab es gestern sogenannte Halloweenpartys und wie das so ist, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind, gab es Stress. Meist unter den Teilnehmern und die Polizei musste anrücken. Eine Meldung sticht jedoch heraus. Der Vorfall forderte einen schwer verletzten Polizisten.

Bereits vor diesem Vorfall war es immer wieder zu tätlichen Auseinandersetzungen unter den Veranstaltungsteilnehmern in Mainz (Rheinland-Pfalz) gekommen und die Polizei musste mit mehreren Streifen anrücken. Gegen 02:04 Uhr war es im Foyer der Veranstaltungshalle abermals zu einer Auseinandersetzung zwischen einer zehnköpfigen Personengruppe und dem Sicherheitspersonal gekommen, bei der wohl auch Möbel geworfen wurden.

Eine zivile Streife befand sich bereits vor Ort, versuchte zu schlichten und sprach mehrere Platzverweise aus. Doch das interessierte die Personengruppe überhaupt nicht, ganz im Gegenteil richtete sich die Aggression nun gegen die Polizeibeamten. Unvermittelt griffen sie die Polizisten tätlich an, die sich ihrerseits mit dem Einsatz von Pfefferspray zu erwehren versuchten.

Doch bei der aggressiv geladene Stimmung zeigte das Pfefferspray keine Wirkung und mehrere Personen schlugen den 32-jährigen Polizisten zusammen. Der Beamte ging zu Boden und selbst am Boden liegend ließen die Angreifer nicht von ihm ab. Sie traten auf den Polizisten ein, einer trat sogar gezielt gegen den Kopf, bis der Beamte das Bewusstsein verlor.

Als alarmierte Unterstützungskräfte eingetroffen waren flüchteten die Angreifer, konnten aber in der nun eingeleiteten Fahndung gestellt werden. Es handelt sich hierbei um vier männliche Gewalttäter im Alter von 16 bis 30 Jahren. Da keine Haftgründe vorlagen wurden sie nach Personalienfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Polizeikommissar erlangte das Bewusstsein wieder und wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Gegen die Täter wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Hallooween, wie es nicht sein sollte. Wir wünschen dem verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung und gute Verarbeitung!