Verfolgungsfahrt nach Rotlichtverstoß: Streifenwagen gerammt, Polizist angefahren, Schusswaffengebrauch

14. November 2019 um 20:39 Uhr

Verfolgungsfahrt nach Rotlichtverstoß: Streifenwagen gerammt, Polizist angefahren, Schusswaffengebrauch

Bild: Police Grand-Ducale

Der folgende Vorfall hat alles, was man auch in einen guten Krimi im Fernsehen zu sehen bekommen würde. Doch hatte sich das keine Regisseur ausgedacht, für den es auch wichtig gewesen wäre, dass niemand zu Schaden kommt. Hier war alles echt und Verletzte gab es leider auch.

Einer Streife der Polizei Luxemburg war ein Mercedes aufgefallen, weil der Fahrer eine rote Ampel missachtet hatte. Die Polizisten wollten den Wagen stoppen und einer Kontrolle unterziehen. Doch darauf hatte der Fahrer überhaupt keine Lust und gab Gas.

Nachdem der Mercedes zunächst Richtung Oberstadt geflüchtet war, ging es anschließend in Richtung Merl. Mit hoher Geschwindigkeit, sämtliche Haltesignale missachtend, fuhr der Mercedes dann in falscher Richtung auf eine Autobahnzufahrt auf, um dann als Geisterfahrer auf die A4 zu fahren.

Während der Geisterfahrer von einer Streife verfolgt wurde, wurde von der Polizei Esch in Fluchtrichtug mit zwei Polizeifahrzeugen eine Straßensperre errichtet. Auf die fuhr die Mercedes zunächst auch zu, der Fahrer wollte dann aber wenden.

Beim Wendemanöver rammte er einen der Streifenwagen und fuhr auch einen Polizisten an, der zum Glück nur leicht verletzt wurde. Ein Beamter zog seine Dienstwaffe und gab mehrere Schüsse auf den Mercedes ab. Doch das alles hielt den Fahrer nicht ab, nun wieder in Richtung Luxemburg Stadt zu flüchten.

Er konnte jedoch von zwei Streifenwagen eingeholt und ausgebremst werden. Hierbei zeigte sich, dass der Mercedes mit einem Fahrer und einer Beifahrerin besetzt war. Der Fahrer war von mehreren Projektilen im Bein getroffen worden, die Beifahrerin war unverletzt.

Die Gründe für diese halsbrecherische Flucht blieben zunächst unklar und müssen im Rahmen der Ermittlungen eruiert werden. Die Autobahn blieb stundenlang gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden Fahrer und Beifahrerin verhaftet.

Wir wünschen dem verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung und allen beteiligten Kollegen eine gute Verarbeitung dieses gefährlichen Einsatzes!