Linksautonome zum ACAB-Day: Polizisten müssen “gegen Bullen”-Demo schützen

12. Dezember 2019 um 19:43 Uhr

Linksautonome zum ACAB-Day: Polizisten müssen "gegen Bullen"-Demo schützenMorgen ist der sogenannte ACAB-Day (All cops are bastards, die Stelle der Anfangsbuchstaben im Alphabet ergibt den 13.12.) und es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass die Linksautonomen im Leipziger Schmelztiegel der Linken, im Stadtteil Connewitz (Sachsen), zu einer Demo gegen Polizisten aufrufen.

Unter dem Motto “Gegen Bullen, Gentrifizierung und Faschismus” soll die Demo stehen und entsprechend wurde auf der eigentlich verbotenen Internetseite der Linksextremen die Werbetrommel gerührt.

So widersinnig, wie es eigentlich ist, wird die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz sein, um eine Demo zu schützen, die sich gegen sie selbst richtet. Die Polizei Leipzig rechnet damit, dass zumindest “Einzelpersonen bzw. Kleingruppen” es auf eine Konfrontation mit den eingesetzten Polizisten abgesehen haben könnten. So heißt es im Internetaufruf:

„[…] Als einen Beitrag dazu, rufen wir alle auf, am Freitag den 13.12., sich an unserer autonomen Kiezdemo zu beteiligen. Wir stellen nur den Rahmen – was aus der Demonstration wird, ist uns überlassen. Macht euch deshalb Gedanken, wie ihr euch einbringen wollt. Wir müssen auch daran erinnern, dass in letzter Zeit öfter Demos von den Bullen angegriffen wurde. […] Dafür ist es wichtig, geschlossen zu laufen und den Bullen so wenig Lücken wie möglich zu lassen. Auf das die Angst die Seite wechselt und dieser Freitag der 13. ein schwarzer Tag für alle Schweine in unserem Viertel wird. […]“ [sic]

Die Polizei Leipzig machte bereits im Vorfeld deutlich, dass sie die Demo als grundrechtlich geschützte Versammlung schützen werde, allerdings bei Verstößen entschlossen vorgehen werde. Auch stellte sie klar, dass Versammlungsteilnehmer nur dann unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit stünden, wenn sie friedlich und ohne Waffen teilnähmen.

Zum üblichen linksextremen Geschwurbel im Internetaufruf hat Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze die folgenden Worte gefunden:

“Den Autoren des im Internet veröffentlichten Aufrufs sei gesagt, dass Polizeibeamte berufsbedingt ein dickes Fell aufweisen. Wer sie aber permanent und in Anlehnung an RAF-Sprachweise als Schweine bezeichnet, als Bullen oder Bastarde verunglimpft und meint, dies sei allgemeiner Bestandteil der freien Meinungsäußerung, der irrt.

Menschenverachtende Ausdrucksweisen bleiben auch im Schatten grundsätzlich anständiger Anliegen (z. B. „gegen Faschismus“) nur menschenverachtend.”

Den Worten des Polizeipräsidenten können wir uns nur uneingeschränkt anschließen. Wir hoffen und wünschen – auch wenn wir das Gegenteil befürchten – einen ruhigen Einsatzverlauf und dass alle Kollegen unbeschadet aus dem Einsatz nach Hause gehen können!