Weihnachtliche Reue: Mann stellt sich Polizei, um sein Leben neu zu beginnen

12. Dezember 2019 um 12:03 Uhr

Weihnachtliche Reue: Mann stellt sich Polizei, um sein Leben neu zu beginnenEs kommt nicht oft vor, dass sich gesuchte Straftäter freiwillig der Polizei stellen. Wenn sie das tun, kommt das noch seltener vor Weihnachten vor, denn wer möchte schon die Feiertage im Gefängnis verbringen. Doch genau das waren die Beweggründe im folgenden Fall.

Ein Mann bat am Hauptbahnhof in Bremen Bundespolizisten darum, verhaftet zu werden. Er werde wegen “Leistungserschleichungen und anderen Delikten” von der Polizei gesucht. Nun, behaupten kann man viel, die Beamten kontrollierten lieber die Angaben des ungewöhnlichen Bittstellers.

Und tatsächlich staunten die Polizisten nicht schlecht. Alleine bei der Bundespolizei war der 42-jährige Heilbronner aus über 50 Vorgängen überregional bekannt. Tatsächlich bestand auch ein Haftbefehl über 120 Tage, der gegen eine Zahlung von 1.000 Euro außer Vollzug gesetzt werden konnte.

Da der Mann diese Summe nicht aufbringen konnte, ging es für ihn im blausilbernen “Taxi” in Richtung Justizvollzugsanstalt. Auf dem Weg dorthin gestand er den Beamten, dass ihn seine Weihnachtsstimmung zum Entschluss gebracht hätte, sein Leben neu zu beginnen und vorher zu jeglicher Schuld zu stehen. Die Bundespolizisten zollten dem 42-Jährigen Respekt dafür und man verabschiedete sich “mit festem Händedruck”, wie es im Polizeibericht heißt.

Da bleibt nur zu hoffen, dass dieser Entschluss auch noch nach den Feiertagen anhält.