Auf Streifenfahrt: Polizisten retten unterkühlten Senior

21. Januar 2020 um 12:01

Auf Streifenfahrt: Polizisten retten unterkühlten SeniorWie wichtig es ist, dass wir Polizisten auch einfach mal Streife fahren, ohne dass wir von Einsatz zu Einsatz hetzen, das zeigt der folgende Vorfall vom vergangenen Freitag. Wären die Polizisten nicht ihrem Bauchgefühl gefolgt, hätte das ein Menschenleben kosten können.

Abends gegen 21:30 Uhr befand sich eine Polizeistreife auf der A8 bei Meggenhofen (Österreich), als sie neben der Autobahn ein Auto bemerkten. Der Pkw stand mit Standlicht auf einem Güterweg, was den Beamten verdächtig vorkam. Also überprüften sie die Angelegenheit.

Vor dem Auto angekommen stellten sie fest, dass die Front stark beschädigt war, dass die Fahrertür und der Kofferraum offen standen, aber scheinbar der Fahrer nicht anwesend war. Die Polizisten stiegen aus und sahen sich das mal näher. Hierbei entdeckten sie hinter dem Auto liegend einen Senior.

Der 84-Jährige war zwar ansprechbar, konnte aus eigener Kraft aber nicht mehr aufstehen. Er erklärte den Beamten, dass er sich bereits Stunden zuvor völlig verirrt hatte und auf diesem Weg gelandet sei. Dann habe er eine Abkürzung über den Acker nehmen wollen, wobei er im dichten Nebel in einer Furche stecken geblieben sei.

Um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, sei er an den Kofferraum gegangen, um Werkzeug zu holen und hierbei sei er gestürzt und liege nun seit diesem Zeitpunkt bei -2°C auf dem Boden. Die Polizisten verständigten sofort die Rettung und wärmten den Mann langsam etwas auf. Immer noch stark unterkühlt kam der Mann in ein nahe gelegenes Klinikum.