Mit den Kollegen auf Streife: Was mich zu Tränen rührt

10. Januar 2020 um 19:34

Mit den Kollegen auf Streife: Was mich zu Tränen rührt

“Ich muss euch mal was schreiben, was mich heute tief im Dienst bewegt hat.

Ich, seit 36 Jahren im Polizeidienst, stand mit meiner etwas jüngeren Kollegin auf einem Parkplatz in der Nähe zur Hauptstadt. Wir haben uns eine Zigarette gegönnt, in der Hoffnung nicht gleich wieder von irgend jemand angesprochen zu werden, warum er das letzte Knöllchen erhalten habe.

Plötzlich und für mich wie aus dem nichts, kam eine ca. 60 Jahre alte Frau, gut gekleidet und ich glaube dem Mittelstand zuzuordnen, zu uns und sagte wörtlich: ‘Ich möchte ihnen danken.’

Ich war völlig perplex, überlegte kurz, wir hatten gerade nichts getan und ich war mit der Situation, ich glaub, überfordert.
Sie sah bestimmt in meinem fragenden Gesicht was mir gerade durch den Kopf geht.

Sie sagte dann nur: ‘Ich möchte nur einfach Danke sagen, dass es sie gibt und dass sie für uns da sind.” Sie ging dann weiter. Wir waren beide total platt danach.

Jetzt, Stunden später, nachdem ich noch meine Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr mitgemacht habe, rührt mich diese Sache zu Tränen. Ich würde jetzt auch einfach mal Danke sagen. Hab ich vor Ort natürlich auch. Aber ich glaube, das tiefe Danke dieser Frau habe ich jetzt erst verstanden.

Ich bin morgen auch für sie und für viele andere wieder im Dienst. Frank”