Polizeiliche Kriminalstatistik: Erstmals Anzahl der Messerangriffe ausgewertet

18. Januar 2020 um 19:18

Polizeiliche Kriminalstatistik: Erstmals Anzahl der Messerangriffe ausgewertetNordrhein-Westfalen ist eins der wenigen Bundesländer, das statistisch auswertet, wenn bei einer Straftat ein Messer eingesetzt wurde, entweder um zuzustechen oder damit zu drohen. Diese Statistik wurde Anfang 2019 eingeführt und damit liegt nun erstmals eine Auswertung vor, die vergangene Woche im Innenausschuss des Landtages vorgestellt wurde.

Demnach wurden im Jahr 2019 6.827 Straftaten registriert, bei denen ein Messer auf welche Art auch immer eingesetzt wurde. Hierbei wurden 6.736 Tatverdächtige erfasst, von denen 4.091 die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, 2.645 waren Nichtdeutsche.

Da diese Erfassung und Auswertung erstmals stattfand, sind keine Vergleiche zu den Vorjahren möglich. Innerhalb des Jahres 2019 fanden im ersten Halbjahr 2.883 Taten statt, im zweiten Halbjahr 3.944, was einer Steigerung von 36,8 Prozent entspricht.

Nun ist es mühselig darüber zu diskutieren, wo die Ursachen liegen und ob die Täter mit deutschem Pass einen Migrationshintergrund haben. Eine solche Diskussion werden wir erst gar nicht zulassen, denn Messer sind allgegenwärtig und in jedem Haushalt zu haben. Interessant wäre in diesem Zusammenhang allerdings zu wissen, wie viele Tatverdächtige unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol oder Medikamenten standen und wer sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand.