Spenderniere da, Patient nicht da: Polizisten machen Organempfänger ausfindig und bringen ihn zur OP ins Krankenhaus

8. Januar 2020 um 11:55

Spenderniere da, Patient nicht da: Polizisten machen Organempfänger ausfindig und bringen ihn zur OP ins KrankenhausManchmal drängt die Zeit einfach und es muss schnell gehandelt werden. Der kurze und dafür umso effektivere Dienstweg kann da hilfreich sein und, wie im folgenden Fall, ein Leben retten oder zumindest verlängern. Eine Geschichte mit happy end.

Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München (Bayern) erhielt am vergangenen Sonntag einen etwas ungewöhnlichen Notruf. Am Telefon die diensthabende Ärztin des Transplantationszentrums, ihre Anliegen war äußerst dringlich. Eine Spenderniere wartete darauf verpflanzt zu werden, doch der Patient, der schon länger auf dieses Organ gewartet hatte, war nicht zu erreichen.

Und je schneller das Organ transplantiert werden kann, umso größer sind die Chancen, dass Patient und Organ gut miteinander auskommen. Es geht hier nicht um Tage oder einen Tag, sondern um Stunden. Die Angelegenheit war also dringend.

Also machte sich sofort eine Streife der Polizei Ottobrunn auf den Weg zur Wohnanschrift des Patienten und die Polizisten konnten ihn dort auch antreffen. Da die Zeit drängte und der Transport in einem Krankenwagen auch nicht schneller gegangen wäre, wurde der Streifenwagen kurzerhand zum Krankentransportwagen und die Beamten fuhren den 65-Jährigen ins Transplantationszentrum.

Wie der Polizeibericht abschließend und mit Genugtuung festhält, konnte die Operation noch rechtzeitig durchgeführt werden und der Organempfänger habe die OP gut überstanden.

Wir danken den beteiligten Kollegen für das beherztes Handeln und wünschen dem 65-Jährigen noch viele gesunde Jahre mit der Spenderniere!