Bekenntnis zu denen, “die uns beschützen”: Straßen in Berlin Neukölln nach getöteten Polizisten benannt

27. Februar 2020 um 19:39 Uhr

Bereist vor knapp einem Jahr berichteten wir darüber, dass die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin Neukölln zwei Straßen nach im Dienst getöteten Polizisten umbenennen werde. Das vorhaben war einstimmig auf Antrag der SPD, CDU und Grünen beschlossen worden.

Heute war es soweit. Die Straßenschilder wurden enthüllt und die Straßenzüge offiziell benannt. In Anwesenheit von Innensenator Andreas Geisel, Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, dem Landespolizeiorchester und mehreren Polizisten sowie Angehörigen der getöteten Polizisten fand eine würdige Zeremonie statt, wie uns berichtet wird.

Innensenator Geisel sagte in seiner Ansprache: “Roland Krüger und Uwe Lieschied sind Teil unserer Stadt und werden es auch immer bleiben. Die Umbenennung drückt aus, dass wir solidarisch hinter denen stehen, die uns beschützen.” Der Bezirksbürgermeister ergänzte: “Der Schutz unseres Grundgesetzes ist ihr Beruf – und dieser Schutz wird immer wichtiger.”

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Mit der Umbenennung der Straßen sollen die beiden Polizisten Uwe Lieschied vom Abschnitt 55 (Neukölln) und Roland Krüger vom Spezialeinsatzkommando gewürdigt werden, die beide im Ausübung ihres Dienstes getötet wurden.

Lieschied wurde am 17. März 2006 durch einen Kopfschuss verletzt und verstarb vier Tage später im Krankenhaus. Krüger starb ebenfalls an einem Kopfschuss, als er im April 2003 bei einem Einsatz gegen libanesische Clans eingesetzt war.

Lieber Roland, lieber Uwe, ihr seid unvergessen und damit das auch jedem klar wird, soll die Benennung der Straßen euch zur Ehre gereichen.