Täter wählte selbst den Notruf: Auf Polizisten geschossen und verletzt

22. Februar 2020 um 12:20 Uhr

Täter wählte selbst den Notruf: Auf Polizisten geschossen und verletztIn Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) kam es in der Nacht von vorgestern zu gestern zu einem Tötungsdelikt, nach dem der Täter selbst den Notruf abgesetzt hatte und dann auf die eintreffenden Polizisten schoss. Ein Polizist wurde hierbei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin mitteilt, hatte der 42-jährige Mann einen 41-jährigen Nachbarn in seiner Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet. Dann wählte er selbst gegen 23 Uhr den Notruf, öffnete den eintreffenden Polizisten jedoch nicht die Tür.

Als der Täter dann seinen Suizid ankündigte entschlossen sich die Beamten zum Notzugriff. Hierbei schoss der 42-Jährige mehrfach auf die Polizisten und traf einen der Beamten am linken Unterarm. Der verletzte Polizist kam mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus und wurde noch in der Nacht operiert.

Die Polizisten konnten den Täter hiernach dazu überreden aufzugeben. Er legte die Schusswaffe selbst nieder und konnte danach unverletzt festgenommen werden. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar, der Täter selbst schweigt. Es wird nun gegen ihn wegen Totschlags und versuchten Mordes ermittelt, ein Haftbefehl ist beantragt.

Wir senden die besten Genesungswünsche zum verletzten Kollegen und wünschen allen Beteiligten eine gute Verarbeitung dieses gefährlichen Einsatzes!