“Stopp Polizei”: Pony büxt aus, kann aber in Gewahrsam genommen werden

16. März 2020 um 12:03 Uhr

"Stopp Polizei": Ponny büxt aus, kann aber in Gewahrsam genommen werden

Bild: Polizei Edenkoben

Manchmal muss man einfach erfinderisch sein und mit dem arbeiten, was gerade zur Verfügung steht. Das kennen wir Polizisten nur zu gut und nennen es, wie unsere Kameraden der Bundeswehr, “Leben in der Lage”. In diese Kategorie passt auch der folgende Vorfall von gestern Morgen in Edenkoben (Rheinland-Pfalz).

Dort war ein ausgebüxtes Pony gesichtet und der Polizei gemeldet worden. Die Streife konnte das Tier auch vorfinden, doch war ihm überhaupt nicht danach wieder zurück auf die Koppel zu müssen – oder in amtlichen Gewahrsam. Also ergriff das Pony die Flucht, als es die Polizisten sah.

Auch wenn ein Pony unter den größeren Paarhufern eins der Kleineren ist, legt man sich nicht gerne mit ihnen an. Doch auf dem Weg des Freiheitserhaltungstriebs (sprich Flucht) unterlag das Pony einer fatalen taktischen Fehleinschätzung und wählte den Weg in den Weinberg.

Die Polizisten, nicht dumm, verwendeten diesen ponyseitigen Nachteil zu ihrem Vorteil. Von zwei Seiten durch die Weinreben eingeengt, blockierten die Beamten vorne und hinten mit Polizeiabsperrband die verbliebenen zwei Fluchtwege. Verdutzt über diese Verschlagenheit der Uniformträger ergab sich das Pony in den amtlichen Gewahrsam per Sofortvollzug.

Da der Besitzer nicht zeitnah erreicht werden konnte, erklärte sich ein in der Nähe ansässiger Pferdehalter bereit, sich vorübergehen um den Ausreißer zu kümmern. Fast perfekt und damit Einsatz Ende.